Weniger Reibung und Verschleiß durch nanostrukturierte Schichtsysteme

Dr.-Ing. Yashar Musayev (Mitte), Leiter Beschichtungszentrum bei Schaeffler, nahm den „Materialica Design + Technology Award 2012“ in der Kategorie „Surface + Technology“ von Robert Metzger (links), MunichExpo Veranstaltungs GmbH, und Christian Labonte, Audi AG, entgegen (Foto: MunichExpo GmbH).

Dr.-Ing. Yashar Musayev (Mitte), Leiter Beschichtungszentrum bei Schaeffler, nahm den „Materialica Design + Technology Award 2012“ in der Kategorie „Surface + Technology“ von Robert Metzger (links), MunichExpo Veranstaltungs GmbH, und Christian Labonte, Audi AG, entgegen (Foto: MunichExpo GmbH).

Gold für Schaeffler:
Materialica Design + Technology Award 2012 für Triondur® CX+
MÜNCHEN/HERZOGENAURACH, 25. Oktober 2012. Für das neuartige Schichtsystem Triondur® CX+ erhielt Schaeffler auf der diesjährigen Materialica in München den „Materialica Design + Technology Award 2012“ in der Kategorie „Surface + Technology“. Das kohlenstoffbasierte Schichtsystem wurde von der hochkarätig besetzten Jury aus Wissenschaft und Industrie mit einem „Gold Award“ ausgezeichnet. Der Einsatz der neuen Oberflächenbeschichtung ermöglicht es, Reibung und Verschleiß von Bauteilen wie Wälzlagern in Maschinen oder Ventiltriebelementen in Automobilen deutlich zu reduzieren. „Wir freuen uns und sind sehr stolz über diese Auszeichnung. Die Kompetenz von Schaeffler für funktionale Oberflächen und Beschichtungen ist weltweit führend. Triondur® CX+  kann in der Produktentwicklung gezielt als Konstruktionselement eingesetzt werden, mit dem Ziel Ressourcen zu schonen und die Lebensdauer von Maschinen, Aggregaten und Motoren zu erhöhen“, so Prof. Dr.-Ing. Peter Gutzmer, Vorstand für Forschung & Entwicklung der Schaeffler AG. Weiterlesen

Messtechnik-Spezialisten aus Waldbronn helfen NASA bei Entwicklung von „Curiosity“

Messtechnik-Spezialisten aus Waldbronn helfen NASA bei Entwicklung von "Curiosity"

Messtechnik-Spezialisten aus Waldbronn helfen NASA bei Entwicklung von „Curiosity“

Am 6. August landete der Mars Rover „Curiosity“ erfolgreich auf dem roten Planeten. Jetzt untersuchte er zum ersten Mal Bodenproben. Die Untersuchung dieser Proben ist laut NASA ein wichtiger Teil der Marserkundungsmission. Die Analyse soll Aufschluss darüber geben, ob der Mars zu einem früheren Zeitpunkt mikrobische Organismen auf seiner Oberfläche besaß – Leben auf dem Mars also theoretisch möglich ist. Weiterlesen

Quo vadis Kunststoffforschung?

Karsten Kretschmer

SKZ – Das Kunststoff-Zentrum, Friedrich-Bergius-Ring 22, 97076 Würzburg

Neue Werkstoffe waren schon immer tragende Säulen in der Entwicklung der Menschheit. Ganze Zeitalter wurden nach den wesentlichen Materialien für Werkzeuge und Gebrauchsgüter benannt – Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit. Die Bedeutung der Werkstoffe ist auch heute noch ungebrochen, so stellen Unternehmen mit einem direkten Werkstoffbezug einen herausragenden Wirtschaftsfaktor für den Industriestandort Deutschland dar. Betrachtet man die Wirtschaftszahlen der Werkstoffbranchen (Chemie, Keramik, Glas, Kunststoff, Bergbau, Eisen, Papier), so erkennt man die enorme Bedeutung – 34 % des Bruttoinlandsprodukts werden direkt hier erwirtschaftet. Weiterlesen

Ultrakurzpulslaser zur Materialbearbeitung

Dr. David Offenberg, Dr. Ramona Langner, Jürgen Kohlhoff, Stefan Reschke

Der Laser ist seit Jahren ein etabliertes Werkzeug zur Materialbearbeitung in der industriellen Fertigung und in medizinischen Anwendungen. Bei kontinuierlich emittierenden Lasern und gepulsten Lasern mit Pulsdauern im Mikro- bis Nanosekundenbereich beruht der Materialabtrag in der Regel auf einer starken Erwärmung des absorbierenden Materials, das erst schmilzt und schließlich verdampft. Bei Ultrakurzpulslasern mit Pulsdauern im Bereich von Pikosekunden bis Femtosekunden hingegen erfolgt bei ausreichender Fokussierung ein direkter Phasenübergang des Materials ins Gasförmige. Dadurch bleiben Materialaufschmelzung, Gefügeveränderungen, Phasenumwandlungen und thermische Spannungen im Werkstück auf einen Bereich von wenigen Nanometern begrenzt. So sind Ultrakurzpulslaser nicht nur ein Schlüssel zur Ultrapräzisionsbearbeitung, sondern sie bieten auch völlig neue Möglichkeiten bei der Bearbeitung temperaturempfindlicher Materialien wie z.B. Polymere, metallische Gläser oder menschliches Gewebe. Weiterlesen

Explosions- und Brandschutz im Anlagenbau

Das Übergreifen von Bränden von Filtergehäusen auf Gebäude kann man durch das Einhalten ausreichend großer Abstände verhindern (laut BGI 739 ≥ 10 m bei Außenwänden aus brennbarem Material oder ≥ 5 m bei Außenwänden aus nicht brennbarem, aber nicht feuerbeständigem Material), was jedoch aufgrund beengter Platzverhältnisse oft nicht zu realisieren ist. Wenn die Filtergehäuse allerdings so konstruiert sind, dass sie die Ausbreitung von Bränden verhindern, ist ein platzsparendes Layout der Anlage möglich. Weiterlesen

Luftklingentechnologie: Alternativverfahren zu Druckluft spart in Produktionsbetrieben bis zu 85 Prozent an Energie

Um 20 Prozent möchte die Bundesregierung den Stromverbrauch in Deutschland bis 2020 senken. Tatsächlich gibt es besonders in der Wirtschaft noch viele ungenutzte Potenziale für eine effizientere Energienutzung. So entfallen fast zwei Fünftel des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland auf elektrische Antriebe in Industrie und Gewerbe. Zu den energieintensiven Anwendungen zählen Druckluftsysteme, die bei der Trocknung, Reinigung oder Kühlung von Produkten, die über ein Fließband laufen, eingesetzt werden. In vielen Bereichen, von der Stahl- und Automobil- bis zur Lebensmittelindustrie, könnten sie durch die alternative Luftklingentechnologie ersetzt werden. Neben einem niedrigeren Geräuschniveau hat diese gegenüber der Druckluft den wesentlichen Vorteil, bis zu 85 Prozent weniger Energie zu benötigen und somit auch die Betriebskosten zu senken. Weiterlesen

Durchbruch beim Naturfaser-Spritzgießen: Zufuhr als Faserpellets löst Dosierprobleme

Gefördertes Projekt konnte erfolgreich abgeschlossen werden, Hanffaser-Pellets stehen ab sofort zur Verfügung

Die Ergebnisse des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, geförderten Projekts „Entwicklung einer industriellen Naturfaser-Pellet-Produktion zur Nutzung von Naturfasern als Verstärkung von (Bio-)Kunststoffen in Spritzguss und Extrusion“ (AZ: 27717-34) stoßen bei der Industrie auf großes Interesse: Auf der abschließenden Fachtagung am 21. Mai 2012 in Köln zeigten sich Compoundeure, Spritzgießer, Extrudeure und Anwender aus der Kunststoff- und Automobilindustrie sehr angetan von den Hanffaser-Pellets. Mit der Produktion und Optimierung der Faserpellets ist es dem Projektpartner BaFa GmbH (www.bafa-gmbh.de) gelungen, das Problem der Dosierung von Naturfasern in die Prozesse der Kunststoffindustrie zu lösen. Die umfassenden Versuche der Industriepartner FKuR Kunststoff GmbH (www.fkur.com), Linotech GmbH & Co. KG (www.linotech.de) und H. Hiendl GmbH & Co. KG (www.hiendl.de) sowie des Fraunhofer WKI (www.wki.fraunhofer.de), die an der Hochschule Bremen (www.bionik.hs-bremen.de) ausgewertet wurden, zeigten, dass die Hanffaser-Pellets nicht nur gut dosierbar sind, sondern sich zudem gut und gleichmäßig in der Schmelze auflösen. Weiterlesen

Kanadisches Unternehmen stellt erstes Verfahren zur Neutralisierung von Rotschlamm vor

Orbite Aluminae liefert Lösung für dringlichstes Problem der Aluminiumindustrie

Neutralisierung von Rotschlamm

Neutralisierung von Rotschlamm

Montréal/Québec, 01. August 2012 – Das kanadische Cleantech-Unternehmen Orbite Aluminae Inc. (TSX: ORT) hat eine patentierte Technologie zur Behandlung von Rotschlamm entwickelt, des bedeutendsten Abfallprodukts der Aluminiumherstellung nach dem Bayer-Verfahren. Damit bietet das Unternehmen die bislang einzige ökologisch sicherere und kommerziell rentable Alternative zur Eliminierung der toxischen Schlacke. Weiterlesen

Biofilme auf Solarstromanlagen beeinträchtigen die Leistung

Man findet sie am Nord- und Südpol, auf dem Gipfel des K2, in heißen Wüstenregionen und nun auch auf Solaranlagen in Deutschland: Schwarze Pilze. Zusammen mit Cyanobakterien siedeln sie sich – als stecknadelkopfgroße dunkle Kolonien – bereits nach wenigen Jahren auf dem Glas der Solarmodule an. Der entstandene Biofilm beeinträchtigt dann die Effizienz der Solaranlage, wie Wissenschaftler der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung herausfanden. Weiterlesen