Die Zukunft ist Composite

Die steigende Nachfrage nach immer besseren und leistungsfähigeren Produkten bei gleichzeitig knapper werdenden Ressourcen stellt die Werkstoffherstellende und -verarbeitende Industrie vor eine immer größer werdende Herausforderung. Der Einsatz der kostbaren Ressourcen Material und Energie muss immer effizienter werden. Eine Möglichkeit zum optimalen Werkstoffeinsatz bieten Verbundwerkstoffe, die die Vorteile mehrerer Materialien miteinander kombinieren. Für technische Bauteile und Komponenten werden neben Verbundwerkstoffen auf Basis von Metallen oder Keramiken insbesondere verstärkte Kunststoffe eingesetzt. Neben einer Vielzahl von funktionsoptimierten Matrixpolymeren können je nach Anwendungsfall auch die Verstärkungskomponenten hinsichtlich des Materials (z.B. Glas, Kohlenstoff, Naturfasern) sowie auch der Struktur (z.B. Fasern unterschiedlicher Länge und Orientierung oder Partikel) variiert werden. Diese Fülle an Kombinationsmöglichkeiten wird durch die ständige Entwicklung neuer Materialien noch erweitert. Sollen Bauteile mit hohen Steifigkeiten, großen mechanischen Festigkeiten und exzellenter Wärmeformbeständigkeit hergestellt werden, sind Fasern als Verstärkungselemente die erste Wahl. Weiterlesen

Neue Werkstoffkonzepte für erhöhte Standzeiten und verbesserte Funktionalität von Werkzeugen und Formen

von Andreas Weisheit

Der Werkzeug- und Formenbau für urformende und umformende Verfahren steht in Deutschland großen Herausforderungen gegenüber. Einerseits drängen asiatische Werkzeugbauer auf den europäischen Markt und andererseits erwarten die Kunden eine immer komplexere Funktionalität (z. B. lokal unterschiedliches Wärmemanagement, oder lokal unterschiedliche Anforderungen an Verschleiß- und Korrosionsschutz) und kürzere Zykluszeiten bei höherer Werkzeugverfügbarkeit. Zudem steigt die  Geometriekomplexität der Bauteile, die umgeformt, gegossen oder gespritzt werden sollen, um z. B. spätere Fügeoperationen zu vermeiden. Weiterlesen

„Neuartige Nano-Werkstoffspezies – Multi Walled Carbon Nanotubes mit Herringbone-Strukturen (HB-MWCNT)“

Herstellung, Eigenschaften, Besonderheiten und Produkt-Applikationen

Prof. Dr. Christan Schönefeld
Dipl.- Wirt.Ing. Jürgen Adamik
Dipl.-Kfm. Thomas Friedrich
NMT-COMPOUNDS GmbH
42799 Leichlingen, Hauptstraße 41
Tel.: 02174 709260, E-Mail: info@nmt-c.de

In der Palette der neuen Materialien und insbesondere der Nanowerkstoffe nehmen seit geraumer Zeit und zukünftig, die Fullerene und Kohlenstoffnanoröhrchen (CNT) eine zentrale Stellung ein, so unter anderen im „Aktionsplan Nanotechnolohie 2015“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung innerhalb der Hightech-Strategie für Deutschland. CNT bestehen nur aus Kohlenstoff, wobei die Kohlenstoffatome eine wabenförmige Struktur mit Sechsecken und jeweils drei Bindungspartnern einnehmen (vorgegeben durch die sp2-Hybridisierung). Man unterscheidet zwischen einwandigen (singlewalled – SWCNT) und mehrwandigen (multiwalled – MWCNT) Carbon Nanotubes, zwischen offenen oder geschlossenen Röhrchen (mit einem Deckel, der einen Ausschnitt aus einer Fullerenstruktur aufweist) und zwischen leeren und gefüllten Röhren (beispielsweise mit Kupfer, Silber, Edelgasen, etc.). Weiterlesen