Einladung zur Bark Cloth Sonderschau: Vom Ur-Vlies der Menschheit zum nachhaltigen multifunktionalen Werkstoff für Architektur, Design und Einrichtung

LivingInteriors, 13.-19.01.2014, Koelnmesse Halle 4.2, Stand A053

  • Sonderschau unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. präsentiert „Immaterielles Kulturerbe“ Bark Cloth
  • Lebendige Darstellung der ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltigen handwerklichen Produktion von Baumrinden-Textilien
  • Verwandlung in moderne High-Tech-Materialien ermöglicht anspruchsvolle Anwendungen in Architektur, Design und Kunst wie z.B. designorientierte Einrichtungstrends

Wenn vom 13. bis 19. Januar 2014 die imm Cologne/LivingInteriors zum 65. Mal ihre Tore öffnet, übernimmt erstmals die Deutsche UNESCO-Kommission e.V. eine Schirmherrschaft für eine Sonderschau. Im Mittelpunkt steht das Material Bark Cloth, ein handgearbeitetes Tuch aus Baumrinde, dessen jahrtausendealter Herstellungsprozess 2008 von der UNESCO zum „Immateriellen Kulturerbe“ erklärt wurde. Dabei wird die Baumrinde des ostafrikanischen Feigenbaums abgeschält und durch manuelle Bearbeitung zu einem flachen Tuch ausgetrieben. Ist die Rinde geerntet, wächst sie extrem schnell nach und kann jährlich genutzt werden – ohne dass dabei ein Baum gefällt wird. Jedes Tuch ist ein Unikat, das in traditioneller, aufwändiger Handarbeit gefertigt wurde und seine eigene Geschichte erzählt. Designer schätzen die einzigartige Textur und Haptik.

Das traditionelle Rindenvlies ist die Basis für eine breite Palette von Textilien und Kompositen, die von dem ugandisch-deutschen Unternehmen BARK CLOTH durch energiearme, teils CO2-emissionsfreie Verfahren gewonnen und unter dem Markennamen BARKTEX® vertrieben werden. Durch verschiedene Bearbeitungstechniken und die Ausrüstung mit unterschiedlichen Funktionalitäten ist es gelungen, BARKTEX® für vielfältige Anwendungen in Industrie und Handwerk nutzbar zu machen, beispielsweise zur Wand- und Deckenbekleidung, als Akustiklösung, im Möbel- und Innenausbau ebenso wie für Wohnraumleuchten und andere designorientierte Produkte. Die Materialien wurden vielfach mit internationalen Preisen für Design und Werkstoffentwicklung ausgezeichnet.

Wir laden Sie ein, das gesamte Spektrum der kulturellen, sozio-ökonomischen und ökologischen Dimensionen von Fertigung, Weiterverarbeitung und zeitgemäßer Verwendung von Bark Cloth in Architektur, Design und Kunst auf lebendige Weise zu entdecken.

Die Bark Cloth Sonderschau informiert Sie auf 130 qm über

  • ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig hergestellte Textilien, Verbundwerkstoffe und darauf basierende Einrichtungstrends aus Baumrinde,
  • aktuelle Originalexponate, Prototypen und Serienprodukte,
  • Kunstwerke und Konzeptstudien, wie z.B. die kompostierbaren Möbel aus gehärtetem Papier mit Rindentuch-Oberfläche des bekannten Sitzmöbeldesigners Prof. Jan Armgardt
  • Verarbeitung von Rindentuch zu Teppichen und Objekten für die Tischkultur und Live-Endfertigung der weltweitgrößten Wandbekleidung durch Handwerkerinnen aus Uganda
  • sowie architektonische Projekte in aller Welt, multimedial dargestellt.

Die Sonderschau fokussiert die Bewahrung und Weiterentwicklung einer jahrtausendealten Tradition in aktuellen architektonischen, künstlerischen und designorientierten Projekten. So lädt das Ausstellungskonzept zu einer Reise zu den Wurzeln der Menschheit ein und zeigt zugleich die Verwandlung des urtümlichen Werkstoffs in zeitgemäße High-Tech-Materialien. Arbeiten international anerkannte Designer, Architekten und Unternehmen reflektieren dabei Gegensätze und Synergien zwischen Handwerk und Industrie, uralten Traditionen und Moderne, westlichem Bauhaus-Purismus und afrikanischer Ornamentik sowie der Globalisierung und nachhaltiger Entwicklung.

Für Mary Barongo von BARK CLOTH stellt die Teilnahme an der LivingInteriors eine wichtige Plattform dar: „Im Unterschied zu reinen Zulieferermessen werden auf der LivingInteriors Geschichten erzählt und das Produkt wird in einen größeren Kontext gestellt. Das passt zu unserer Philosophie und Präsentation von Bark Cloth. Denn immer mehr Verbraucher und Architekten möchten heute wissen, woher ein Produkt stammt, unter welchen Bedingungen es hergestellt wird, ob es einen historischen Hintergrund gibt und wie der Lebenszyklus nach dessen Gebrauch weiter geht.“

Gemeinsam mit vielen Unterstützern und Partnern wie Thielemeyer, Dekodur, Planlicht, Kymo und Strasserthun freuen wir uns auf Ihren Besuch der Bark Cloth Sonderschau. Geplant wurde die Ausstellungsarchitektur durch den Innenarchitekten, Kommunikations- und Industriedesigner Harry Hersche.

Oliver Heintz, Mary Barongo

BARK CLOTH

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.