(Er-)Leuchtende Holzkuppel

Im Tsi Ming Tempel bilden 14 Paneele aus amerikanischem Ahorn eine beeindruckende Deckenstruktur (Bild:Timspec).

Im Tsi Ming Tempel bilden 14 Paneele aus amerikanischem Ahorn eine beeindruckende Deckenstruktur (Bild:Timspec).

Atemberaubende Deckenstruktur aus amerikanischem Ahorn (AHEC) schmückt buddhistischen Tsi Ming Tempel in Auckland

Das ungewöhnliche Projekt, der Entwurf einer neuen 14,5m mal 12,5m großen Meditationshalle für den buddhistischen Tsi Ming Tempel, wurde vom Architekturbüro archoffice mit Sitz in Auckland (Neuseeland) umgesetzt. Im Design folgt es der Form eines traditionellen buddhistischen Tempels wie er vielerorts in Asien zu finden ist. Besonderes Element ist die eingelassene beleuchtete Kuppel aus amerikanischem Ahorn (American Hardwood Export Council) unter der eine Buddha-Statue thront. Für diese anspruchsvolle Schreinerarbeit zeichnet das Büro Jones and Sandford Joinery verantwortlich.

Die raffinierte Kuppelkonstruktion aus 14 einzelnen Paneelen aus amerikanischen Ahorn (AHEC) wurde extern gefertigt und direkt im Tempel zusammengefügt und montiert. „Als wir die Pläne erhielten, wussten wir sehr bald, dass wir die Kuppel besser in unseren Werkstätten und mit unserer erprobten Technologie vorfertigen“, erklärt Roger Jones, Geschäftsführer von Jones and Sandford Joinery. „Wir haben die Deckenstruktur von Grund auf gestaltet und zuerst ein Modell hergestellt, um zu demonstrieren, wie die Struktur funktionieren und aussehen könnte.“

Trotz der detaillierten Vorbereitung erwiesen sich die vorgefertigten Bauteile als sehr groß und unhandlich: „Da das Dach des Tempels bereits auflag, konnten die Kuppelelemente auch nicht mit einem Kran von oben eingesetzt werden, sondern mussten stattdessen einzeln transportiert und mit Hilfe eines Gerüstes nach oben befördert werden“, erläutert Roger Jones weiter.

Die Kuppelkonstruktion besteht aus neun horizontalen Tragringen, die mit 80 vertikalen Rippen verzahnt sind. Die 14 vorgefertigten Einzelpaneele wurden an diesem Gerüst nur noch fixiert. Durch den Druck, den sie aufeinander ausüben, stabilisieren sie sich gegenseitig.

Das ausführende Architekturbüro archoffice sah für die Kuppel von Anfang an amerikanischen Ahorn (AHEC) vor. Architekt Brendan Rawson: „Die Farbe und die Maserung des Holzes waren uns besonders wichtig. Da die Kuppel ausgeleuchtet werden sollte, war eine gleichmäßige Maserung des Holzes entscheidend – Unregelmäßigkeiten und Variationen wären eindeutig sichtbar gewesen.“

Roger Jones lobt die Qualität des Holzes: „Es war besonders gut zu verarbeiten. Zudem erwies es sich als sehr fest und formstabil, ließ sich aber dennoch exzellent in Form biegen, ohne dass wir zu viel Druck ausüben mussten. Wir hatten so viele Einzelteile aus Holz, dass wir uns eine Ausdehnung oder Schrumpfung des Materials nicht leisten konnten. Das konnten wir erfolgreich verhindern, indem wir genau diesen amerikanischen Ahorn verwendeten.“

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Für Jones and Sandford Joinery war es jedenfalls eine besonders reizvolle Herausforderung, eine Struktur von dieser Größe und Komplexität zu entwerfen.

Weitere Informationen: www.americanhardwood.org

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