Funktionsintegration ermöglicht zuverlässige Füllstandmessung in mobilen Flüssigkeitstanks

In einem Gemeinschaftsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickeln Wissenschaftler des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der Technischen Universität Dresden zusammen mit weiteren Partnern ein faserverbundintegriertes Elektroniksystem zur Füllstandmessung in Flüssigkeitstanks für den mobilen Einsatz.

Klassische Füllstandsensoren in mobilen Tanks, wie sie beispielsweise auf Kommunalfahrzeugen für die Straßenreinigung nach Unfällen verwendet werden, sind oft durch die Schwallbewegungen der, zum Teil sehr aggressiven Flüssigkeiten, wie Öl oder Benzin, stark gefährdet, werden beschädigt oder gar zerstört. Durch eine vollständige Integration der Füllstanderfassung in die Wand des Tanks wollen die Wissenschaftler dieses Problem lösen. Der Wegfall des Sensorgehäuses und der Verkabelung reduziert zusätzlich den Ressourceneinsatz und die Masse. Durch die Baugruppenkapselung erwarten die Forscher außerdem eine höhere Zuverlässigkeit des vollintegrierten Messsystems.

Für die erfolgreiche Umsetzung der Forschungsideen am Beispiel eines Tanks aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) müssen die Forscher geeignete Technologien der Elektronik- sowie der Strukturfertigung vereinen. So wollen sie eine langlebige und robuste Ausführung der Sensorfunktion bei möglichst einfacher und kostengünstiger Herstellung erreichen. Hierfür ist es erforderlich, neueste Erkenntnisse der Aufbau- und Verbindungstechnik mit einem angepassten Messsystementwurf zusammenzuführen. Gleichzeitig müssen die Wissenschaftler die konstruktiven und technologischen Möglichkeiten bei der Herstellung von GFK-Behältern berücksichtigen und weiterentwickeln.

Für die Erreichung der Projektziele verfolgen die Forschungspartner einen synergetischen Systemansatz, dem durch die fachübergreifende Zusammenstellung des Projektkonsortiums Rechnung getragen wird. Das Konsortium des Projektes FELAF „Faserverbundintegriertes Elektroniksystem zur langzeitzuverlässigen Füllstandmessung“ besteht aus Wissenschaftlern des ILK und des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme (IKTS), sowie Experten der Lätzsch GmbH, der EKM Elektronik GmbH & Co. KG und der PRODAT Informatik GmbH.

Weitere Informationen: http://tu-dresden.de/mw/ilk

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