IKV setzt Forschung im Exzellenzcluster „Integrative Produktionstechnik“ fort

Selbstoptimierende Spritzgießmaschine für konstante Bauteilqualität (Foto: IKV)

Selbstoptimierende Spritzgießmaschine für konstante Bauteilqualität (Foto: IKV)

Die RWTH Aachen bleibt Exzellenzuniversität Aachen – 15. Juni 2012. Die mit Spannung erwartete Entscheidung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrats fiel für die RWTH Aachen positiv aus: Die RWTH Aachen bleibt Exzellenzuniversität. Weiterhin werden zwei Exzellenzcluster, darunter der Cluster „Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer“, sowie eine Graduiertenschule für weitere fünf Jahre gefördert. Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen kann damit seine Arbeit im Rahmen dieses Clusters fortsetzen. Professor Christian Hopmann, Leiter des IKV, freut sich zusammen mit weiteren 24 Professoren der Produktionstechnik und der Werkstoffwissenschaften der RWTH, die in diesem Cluster gemeinsam forschen.

Inhalt des Clusters ist die zentrale Frage, wie man auch in Zukunft in Hochlohnländern effizient produzieren kann. Zur Lösung dieser Herausforderung wird in interdisziplinärer Zusammenarbeit eine neue, integrative Herangehensweise entwickelt. Ein wesentlicher Forschungsaspekt ist dabei die Verbesserung von Verarbeitungsverfahren für Kunststoffe und der dazu gehörigen Bauteilauslegung. Am IKV arbeiten acht wissenschaftliche Mitarbeiter/innen im Cluster. Das IKV forscht somit weiter an Projekten wie der direkten Herstellung superhydrophober Oberflächen im Spritzgieß- und Extrusionsverfahren, der selbstoptimierenden Spritzgießmaschine, der rechnergestützten Werkzeugoptimierung, an Kunststoff/Metall-Hybridbauteilen durch Verfahrenskombination und an einerdurchgehenden, integrativen Simulationskette.

Zur Geschichte der Exzellenzinitiative: Bund und Länder beschlossen in 2005, den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Spitzenforschung im Universitäts- und Wissenschaftsbereich sichtbarer zu machen. Die Initiative ist in drei Förderlinien gegliedert, Graduiertenschulen, Exzellenzcluster und Zukunftskonzepte. Bei den Graduiertenschulen handelt es sich um strukturierte Promotionsprogramme, bei den Exzellenzclustern um interdisziplinäre Forschungsverbünde und bei den Zukunftskonzepten um Strategien zur Ausrichtung der gesamten Hochschulen. Die RWTH Aachen war wiederum in allen drei Förderlinien erfolgreich, wodurch sie sich auch weiterhin als Exzellenzuniversität bezeichnen darf.

www.ikv-aachen.de

www.production-research.de

Über das IKV

Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen ist europaweit das größte Forschungs- und Ausbildungsinstitut auf dem Gebiet der Kunststofftechnik. Mehr als 300 Mitarbeiter beantworten hier Fragestellungen rund um die Verarbeitung, Werkstofftechnik und Bauteilauslegung von Kunststoffen und Kautschuken. Die enge Verbindung mit Industrie und Wissenschaft sowie die exzellente Ausstattung des IKV ermöglichen den Studierenden eine praxisnahe und umfassende Ausbildung. Die Aachener Kunststoffingenieure sind deshalb begehrte Spezialisten in der Industrie. Etwa 50 Prozent der deutschen Kunststoffingenieure mit Universitätsabschluss wurden am IKV ausgebildet. Das IKV gliedert sich organisatorisch in die Fachabteilungen Spritzgießen und Polyurethantechnologie, Extrusion und Weiterverarbeitung, Formteilauslegung und Werkstofftechnik sowie Faserverstärkte Kunststoffe. Ferner gehören zum Institut das Zentrum für Kunststoffanalyse und -prüfung und die Abteilung Aus- und Weiterbildung. Träger ist eine gemeinnützige Fördervereinigung, der heute über 230 Unternehmen aus der Kunststoffbranche weltweit angehören. Leiter des Instituts und Geschäftsführer der Fördervereinigung ist Univ.-Prof. Dr.-Ing. Christian Hopmann. Er ist gleichzeitig Inhaber des Lehrstuhls für Kunststoffverarbeitung der Fakultät für Maschinenwesen der RWTH Aachen.

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