Luftfahrtgeschichte made in Germany: der erste elektrische Hubschrauber der Welt

Der Volocopter-Jungfernflug

Der Volocopter-Jungfernflug

Der Volocopter – der „Tesla der Lüfte“ – ist der erste emissionsfreie Privathubschrauber, welcher durch 18 einzelne Elektromotoren angetrieben wird. Mit dem rein elektrisch betriebenen Volocopter hat die e-volo GmbH in der Luftfahrt-Branche weltweit für Aufsehen gesorgt. Das Verkehrsministerium hat eigens für den Volocopter ein Programm zur Schaffung einer neuen Luftfahrtklasse beauftragt. Am vergangen Mittwoch (20.11.2013) hat der elektrobetriebene Hubschrauber seinen Jungfernflug erfolgreich absolviert (http://vimeo.com/80050676). Um den Volocopter serienreif produzieren zu können, möchte e-volo insgesamt 1,2 Millionen Euro auf der Crowdfunding-Plattform Seedmatch einsammeln. Das Crowdfunding startet dort am 27. November. Privatpersonen können bei Seedmatch ab 250 Euro in e-volo investieren.

Karlsruhe/Dresden, 25. November 2013 – Der Volocopter von e-volo ist ein völlig neuartiges, senkrecht startendes Fluggerät, das Personen tragen kann und in keine bekannte Luftfahrtklasse einzuordnen ist. Im Gegensatz zu herkömmlichen Luftfahrzeugen ist der Volocopter von Anfang an als Fluggerät mit Elektroantrieb konzipiert. Mit seinen Propellern kann der Volocopter starten und landen wie ein Hubschrauber. Ein wesentlicher Vorteil neben der einfachen Bauweise ohne aufwendige Mechanik und der sehr geringen Wartungskosten ist die Redundanz der Antriebe. So kann selbst beim Ausfall von mehreren Motoren der Volocopter noch sicher landen.

Im Oktober 2011 hat das Karlsruher Unternehmen e-volo mit dem weltweit ersten, rein elektrisch angetriebenen und bemannten Flug Luftfahrt-Pioniergeschichte geschrieben. Im vergangenen Jahr hat das Team den internationalen Lindbergh Foundation Prize für ihre Innovation erhalten.

Der Volocopter
Einen Hubschrauber zu fliegen erfordert eine umfangreiche Ausbildung, erhebliche finanzielle Mittel und ein gewisses Talent. Der Volocopter besitzt alle Vorteile eines Helikopters, ist aber wesentlich einfacher zu fliegen als ein Helikopter. Eine langwierige und teure Hubschrauber-Pilotenausbildung ist mit dem Volocopter nicht mehr notwendig. Pilotenfehler sollen durch die einfache Steuerung vermieden werden. Die redundanten Systeme und die Sicherheitsausrüstung sollen einen Absturz nahezu unmöglich machen. „Aufgrund der sehr großen eingebauten Redundanzen, wird er eines der einfachsten und zugleich sichersten Fluggeräte der Welt sein. Der Volocopter kann auf fast jedem Gelände senkrecht starten und landen und benötigt dafür nur wenig Platz. Die Betriebskosten werden gegenüber einem Kleinsthubschrauber um bis zu 80% verringert“, so Alexander Zosel, CEO von e-volo. Der Anschaffungspreis für einen Volocopter liegt bei circa 250.000 Euro.

Mittelfristig will das Team von e-volo folgende technische Leistungsmerkmale realisieren:

  • Reisegeschwindigkeit ca. 100 km/h
  • Maximale Starthöhe > 4.000 m, maximale Flughöhe ca. 7.000 m
  • Reiner Batteriebetrieb ca. 40 Min. bei zwei Personen, ca. 60 Min. bei einer Person, bei Verwendung des Hybridantriebs mit Wankelmotor ca. 2 h Flugzeit
  • Startgewicht 450 kg

„In vielen übervölkerten Großstädten werden Helikopter für Kurzstrecken genutzt, da die Straßen völlig verstopft sind. Der hierdurch entstehende Fluglärm ist enorm. Auch gegen die Luftverschmutzung der Verbrennungsmotoren in den sowieso schon Smog-geplagten Metropolen regt sich Widerstand. Für den Volocopter ein ideales Einsatzgebiet!“, erklärt Alexander Zosel.

Das Team hinter e-volo
Zum Gründungsteam von e-volo gehören die Gründer Alexander Zosel, Stephan Wolf, Thomas Senkel sowie Thomas Ruf.

Alexander Zosel ist seit 2012 Geschäftsführer der e-volo GmbH und verantwortlich für die Strategie und Gesamtkoordination bei e-volo. Zosel ist ein „Serial Entrepreneur“ und gründete verschiedene Unternehmen in der Werbe- und Dienstleistungsbranche.

Stephan Wolf ist CFO und einer der Geschäftsführer von e-volo. Er ist zuständig für die Finanzen, Fördermittel und für die Entwicklung der Steuerungssoftware.

Thomas Senkel agiert bei e-volo als Verantwortlicher für die Entwicklung der Elektronik-Hardware. Nach dem Diplom gründete er ein Forschungsbüro und entwickelte zusammen mit Stephan Wolf den ersten Volocopter.

Thomas Ruf ist Business Angel bei e-volo. Ruf war Entwicklungsleiter bei der SysKonnect GmbH, die er erfolgreich an Marvell verkaufte. Seitdem agiert er als Business Angel und Investor.

Zudem stehen siebzehn Partnern aus Forschung und Industrie an der Seite von e-volo. Darunter die DG Flugzeugbau GmbH, das Institut für Angewandte Forschung der Hochschule Karlsruhe und das Institut für Aerodynamik und Gasdynamik der Universität Stuttgart.

Mit der Crowd zum Erfolg
Ab dem 27. November 2013 können Privatpersonen die Geschäftsidee von e-volo unterstützen und ab 250 Euro bei Seedmatch in das Karlsruher Startup investieren (http://www.seedmatch.de/e-volo). e-volo möchte mit dem Crowdfunding bei Seedmatch insgesamt 1,2 Millionen Euro einsammeln. Das Kapital der Seedmatch-Investoren soll u. a. für die Fertigstellung des Produkts und den Aufbau des Vertriebs verwendet werden. Die Unternehmensbewertung des jungen Karlsruher Unternehmens beläuft sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf 6,9 Millionen Euro.

Über Seedmatch
Seedmatch (www.seedmatch.de) ist die erste und größte Crowdfunding-Plattform für Startups in Deutschland. Crowdfunding für Startups ist ein Finanzierungsmodell für Risikokapital, bei dem eine Vielzahl von Privatpersonen bereits ab 250 Euro online in junge Unternehmen investieren können. Seit dem Launch im August 2011 wurden über Seedmatch bereits 49 Finanzierungsrunden erfolgreich durchgeführt und über 9,1 Millionen Euro für Startups zusammengetragen. Seedmatch ist immer auf der Suche nach spannenden, zukunftsweisenden Unternehmen mit Kapitalbedarf. Gründerteams schicken ihre Bewerbung an startups@seedmatch.de.

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