Sembach Technical Ceramics feiert 111-jähriges Firmenjubiläum

Sembach

Fertigungsprozesse früher und heute: Mit der Automatisierung und „Roboter-Fertigung“ führt Sembach den Innovationsgedanken fort.

Mit der Entwicklung individueller Kundenlösungen hat sich die Sembach GmbH & Co. KG zum Spezialisten für Technische Keramik entwickelt. In diesem Jahr blickt das Laufer Unternehmen auf 111 Jahre Firmengeschichte zurück. „Wir freuen uns darüber, dass wir die Idee unseres Gründers Oskar Sembach auch in der 4. Generation weiter führen können. Heute wie damals sind wir ein innovationsreiches Familienunternehmen, das den Fortschrittgedanken stets im Fokus hat“, betont Martin Sembach, Geschäftsführer des Keramikherstellers. Das Firmengebäude befindet sich am gleichen Standort wie am Tag der Gründung, dem 4. März 1904. „Wir fühlen uns sehr mit der Stadt Lauf verbunden und fördern auch lokale Einrichtungen wie die Oskar-Sembach-Realschule, für die wir eine Patenschaft übernommen haben.“ Heute – genau 111 Jahre nach der Gründung der damaligen Speckstein-Steatit-Gesellschaft – beschäftigt Sembach 250 Mitarbeiter und bietet den Kunden drei verschiedene Fertigungsverfahren für keramische Komponenten.

Mit der Gründung seines Unternehmens legte Oskar Sembach 1904 den Grundstein für die moderne Steatit-Industrie. Sein Erfindergeist war ausschlaggebend für die Entwicklung des Formgebungsprozesses Trockenpressen, den das Unternehmen wie auch die anderen Hersteller in der Branche noch heute einsetzen. Neben dem Trockenpressen bedient sich Sembach Technical Ceramics zusätzlich der beiden Verfahren Extrusion und Keramischer Spritzguss (CIM). Letzterer eröffnet eine große gestalterische Freiheit und kann selbst komplexe Formen wie Gewinde oder Schrägbohrungen erzeugen. „Die Möglichkeiten, die wir den Kunden mit den drei Fertigungsmethoden bieten, garantieren eine auf jedes Produkt und seine Anforderungen zugeschnittene Produktion“, erklärt Martin Sembach. Nicht zuletzt die Auswahl der spezifischen Herstellungsverfahren und die Fertigung in großen Stückzahlen machen den Keramikhersteller zum weltweit gefragten und erfolgreichen Unternehmen.

Fortschritt durch Automatisierung

Die Anwendungsgebiete Technischer Keramik sind vielfältig. Beispielswiese kommt sie in der Energietechnik, in Maschinen und Anlagen und vor allem in der Automobilindustrie zum Einsatz. Dabei ist sie für das Interieur, aber – aufgrund ihrer hohen Temperaturbeständigkeit – besonders für Komponenten der Lambdasonden zur Abgasanalyse sehr gefragt. „In mehr als der Hälfte aller Lambdasonden weltweit ist Technische Keramik von Sembach verbaut“, so Martin Sembach. Die hauseigene Werkzeugentwicklung und -herstellung wie auch der Innovationsreichtum hinsichtlich der Fertigungsautomatisierung sind bezeichnend für die vielschichtigen Produktspektren von Sembach. Mit fortschreitender Automatisierung der Werkzeuge und damit in der Produktion, hat es das Unternehmen über die Jahre hinweg geschafft, seinen Kunden Produkte auch bei komplexen Geometrien in großer Stückzahl zu bieten.

Für die Zukunft der Keramik-Branche zeichnet sich die Tendenz zur Miniaturisierung ab. Dazu werden bessere Werkstoffe, bessere Formgebungsverfahren und eine Null-Fehler-Politik benötigt. Dazu Martin Sembach: „Darauf sind wir vorbereitet. Hohe Stückzahlen schrecken uns schon lange nicht zurück, wir sind bereit für alles.“

Weitere Informationen: www.sembach.de

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