Unger Steel Group realisiert Zaha Hadids Vision für WU

Studieren im Starambiente heißt die Devise jener fünf internationalen Stararchitekten, die die neue Wirtschaftuniversität Wien planten. Das Ergebnis ist spektakulär – und wird moderne Architektur, Freiraum sowie Inspiration und Vision auf den Unicampus und somit ins Studium bringen.

Die Unger Steel Group realisiert Zaha Hadids Vision für das Herzstück des Campus, das Library- and Learningcenter (kurz LLC), mit einer anspruchsvollen Stahlträgerkonstruktion und zeigt einmal mehr Kompetenz im architektonischen Stahlbau. Aktuell erfolgt der Einhub des 80 Meter langen Canyonträgers, der in rund 17 Metern Höhe scheinbar frei schwebt und einen Blickfang und optisches Highlight darstellt.

WU Zaha Hadid Architects

WU Zaha Hadid Architects

Wien. Ein Architektur-Wettbewerb entschied über den zukünftigen Auftritt der WU, der von einem  internationalen Architektenteam geplant wurde. Das LLC – Library & Learning Center gilt als Herzstück und Zentrum des neuen Campus in Wien-Leopoldstadt und wurde von der renommierten Architektin Zaha Hadid entworfen. Umgeben wird das Zentrum von fünf weiteren Gebäuden sein, die vom Japaner Hitoshi Abe, der Spanierin Carmen Pinoos, dem Spanier Eduardo Arroyo und dem Briten Peter Cook gestaltet werden. Auf Basis eines Masterplans des Wiener Architektenteams BUSarchitektur entstand somit ein Gesamtentwurf, der alle Gebäude mit einschließt – ein schlüssiges Konzept, wo Energie und Wissen fließen kann.

WU als modernstes Wissenszentrum.

„Auf rund 90.000m² an der Südportalstraße in Wien-Leopoldstadt zwischen Messegelände und Prater entsteht ein architektonisch äußerst anspruchsvolles und außergewöhnliches optisches Highlight, das weltweit für Aufmerksamkeit sorgen wird“, sagt Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), die für die Abwicklung des Bauvorhabens verantwortlich ist.  Damit wird die WU noch mehr als bisher zum modernsten Wissenszentrum, das weltweit für renommierten Informationstransfer und Modernität stehen wird. Als besonders spektakulär gilt das LLC, das auch visuell das Markenzeichen des neuen Campus werden soll. Ein Teil des Baus erscheint wie eine liegende 8. Der Gebäudekomplex beinhaltet die Hauptbibliothek als Zentrum des Studierens, die Studierenden-Arbeitsplätze des Learning Center sowie eine große Aula, die als Veranstaltungsort der Nabel der WU werden wird. Weiters findet man dort künftig die Studienservices sowie die IT-Serviceabteilung mit dem Info-Center.

Aus architektonischer Vision wird Inspiration.

WU Zaha Hadid Architects

WU Zaha Hadid Architects

Um Zaha Hadids Vision und Plan umzusetzen, wurde die Unger Steel Group als Stahlbauspezialist beauftragt, um die auf statischen Berechungen von Vasko & Partner basierenden Stahlkonstruktionen für diesen prestigeträchtigen Bau zu realisieren. Ein Projekt mit vielen Höhepunkten und höchsten

technischen Herausforderungen: Benötigt wird eine Stahlkonstruktion der Extraklasse, ein sogenannter Canyonträger, der freitragend über 80 Meter lang auf rund 17 Metern Höhe schwebt und auf dem die gesamte Hauptstahldachkonstruktion ruht. Dieser allein wiegt beachtliche 350 Tonnen und wird in 8 Einzelelementen geliefert und vor Ort zu einer spannenden sowie umfassenden Konstruktion zusammengebaut. Die Hauptdachtragkonstruktion besteht aus geschweißten Stahlteilen, die eine Höhe von bis zu 2,5 Metern aufweisen. Auf vorab betonierten Stahlrundrohrstützen werden diese Stahlträger angehängt und nach Gesamtmontage weiter vorgespannt um eine möglichst ebene Fläche zu erhalten. Das fertige Objekt besticht mit Eleganz und Besonderheit: die sichtbaren und schlanken Stahlträger machen in Kombination mit Glas den Werkstoff Stahl erlebbar.

„Für die Unger Steel Group ist die Co-Realisation von Zaha Hadids Vision für die WU eine wertvolle Bestätigung unserer langjährigen Expertise. Dieses anspruchsvolle Gesamtkunstwerk wird eine Sehenswürdigkeit von Wien und Unger freut sich, an diesem prestigeträchtigen Projekt maßgeblich mitwirken zu können. Die WU ist wie die Anlegestelle des Twin City Liners oder der in Bau befindliche neue Wiener Hauptbahnhof ein Referenzprojekt, das das Stadtbild Wiens langfristig prägen wird“, erklärt Ing. Josef Unger von der Unger Steel Group.

Technische Höchstleistung bereits bei der Realisation.

Aufgrund der komplexen Montagesituation wird der Canyonträger im Bauzustand von drei Montagehilfstütztürmen unterstellt werden. Selbst die Montageflächen müssen gesichert werden, um der Drucklast der Kräne standhalten zu können. Ein eigenes, komplexes Montagekonzept wurde ausgearbeitet und kommt als detaillierte Anleitung zum Einsatz. Ein spezieller 600 Tonnen Autokran mit Schwebeballast wird für die Manipulation der Einzelteile auf der Baustelle sorgen, die aufgrund ihrer Länge, Breite und des Gewichtes nur als separate Sondertransporte in der Nacht in die Stadt gebracht werden können. Nur mit enormer Präzisionsarbeit, umfassender und langjähriger Erfahrung gelingt es, dieses komplex anmutende Werk fehlerfrei zu bewältigen. Die logistische Taktung der zahlreichen Einzelteile und die Vorbereitung fordern etwa ein Jahr Vorlaufzeit und einen Abwicklungszeitraum von sieben Monaten. Nachdem die Montagezeit mit Jänner und Februar 2012 angesetzt ist und die Temperaturen erwartungsgemäß sehr winterlich sind, wird eine eigene Schutzeinhausung erforderlich, um die Arbeiten ausführen zu können. Aufgrund der enormen Präzisionsarbeit werden alle Einbauteile, auf welche die Stahlkonstruktion aufsetzt, ausschließlich von Unger Spezialisten eingemessen und versetzt. Insgesamt werden 4.000m² Fläche bebaut, die Tonnage beträgt 1.341, die schwebende Konstruktion endet auf rund 30 Metern Höhe.

Bis Mitte 2013 sollen die Bauten mit rund 100.000 m² Nutzfläche errichtet werden. Die Nettogesamtkosten werden 492 Mio. Euro betragen. Mit dem Studienjahr 2013/2014 soll die WU endgültig von der Spittelau in den zweiten Bezirk umgezogen sein.

Das Wiener Architektenbüro „BUSarchitektur“ gewann den Wettbewerb für den Masterplan und zeichnet ua für das Hörsaalzentrum und den Freiraum verantwortlich. Der Architekturwettbewerb für

die sechs geplanten Gebäude wurden von einer Jury unter dem Vorsitz von Wolf Prix entschieden. Die Errichtung erfolgt über eine gemeinsame Gesellschaft, der sogenannten Projektgesellschaft Wirtschaftsuniversität Wien Neu GmbH von Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) und WU. Der Neubau der WU ist nicht auf bestimmte Anzahl von Studierenden beschränkt, die Nähe zur benachbarten Messe mache zum einen flexibel, zum anderen seien Erweiterungsmöglichkeiten an mehreren Stellen des Bauwerks eingeplant, heißt es von Seiten der Projektgesellschaft.

Fact Box LLC.

Projekt: Stahlträgerkonstruktion für die WU Wien
Bauherr: Projektgesellschaft Wirtschaftsuniversität Wien Neu GmbHvon Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) und WU
Architekten: BUSarchitektur, Zaha Hadid Architects
Generalplanung:

VASKO+PARTNER INGENIEURE Ziviltechniker für Bauwesen und Verfahrenstechnik GesmbH

Baumeisterarbeiten:

Bauunternehmung Granit Gesellschaft m.b.H.

Stahlbau: Unger Steel Group
Bauzeit: 2011 bis 2013/2014 // Montagestart: ab 5. 3. 2012
Fläche: Gesamte Netto-Nutzfläche rund 100.000 m²Bebaute Fläche gesamt: 35.000 m² // davon LLC: 4.000 m² bebaute Fläche
Verarbeiteter Stahl: 1.341 to

 

Über den Campus WU.

Die Wirtschaftsuniversität Wien errichtet gemeinsam mit der BIG einen neuen Campus für Lehre und Forschung. Dabei zeichnet die BIG für die Finanzierung und Abwicklung des Bauvorhabens verantwortlich. Nach Fertigstellung erfolgt der Betrieb des Objektes durch diese Projektgesellschaft. Weitere Informationen finden Sie unter www.campuswu.at

 

Über die Unger Steel Group.

Die Unger Steel Group zählt als österreichische Unternehmensgruppe in der ausführenden Bauindustrie zu den führenden und international erfolgreichsten Industriebetrieben Europas. Neben der strategischen Zentrale in Österreich bieten rund 20 eigene Niederlassungen in Zentral- und Osteuropa sowie im Nahen Osten regionalen Zugang zu sämtlichen Leistungen der Unger Gruppe. Jahrelange Expertise und branchenübergreifendes Know-how liefert Unger in den Kernkompetenzen: Stahlbau, Generalunternehmung und Real Estate. Die Gesamtkapazität innerhalb der Gruppe beträgt 70.000 Tonnen jährlich. Das 1952 gegründete Unternehmen im Familienbesitz verfügt über eine erstklassige Bonität. Im Geschäftsjahr 2011 erwirtschaftete die Gruppe mit rund 1.200 Mitarbeitern einen Umsatz von 215 Millionen Euro. Europaweit ist die Unger Steel Group die Nummer eins im Stahlbau. www.ungersteel.com

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