Weltneuheit: Gold glänzt schon bei Backofen-Temperaturen

Fachmesse Glasstec: Heraeus stellt Niedrig-Temperatur-Goldfarbe und den passenden „Backofen“ vor

Ob der Goldrand auf dem Porzellanteller oder das edel verzierte Champagnerglas – mit edelmetallhaltigen Farben sorgt Heraeus seit 1896 für die Veredlung von Glas- und Keramikoberflächen. Mit einer Weltneuheit lässt der Hanauer Edelmetall- und Technologiekonzern nun aufhorchen. Der Bereich Precious Colours hat eine Goldfarbe entwickelt, die bereits bei niedrigen „Backofen“-Temperaturen von 200 bis 250 °C verarbeitet werden kann. Ein Novum, denn bislang werden Golddekore auf Glas oder Keramik bei Temperaturen von 480 bis 1250 °C eingebrannt. Auf der Fachmesse Glasstec vom 21. bis 24. Oktober 2014 in Düsseldorf stellt Heraeus diese Innovation im Bereich der Edelmetalldekoration erstmals vor.

Die niedrigen Einbrenntemperaturen der Glanzgoldpaste werden durch die Kombination eines Edelmetallpräparates mit organischen Farben ermöglicht. Da es sich beim „Low Temperature Gold“ um ein Präparat auf wässriger Basis und nicht auf Basis organischer Lösungsmittel handelt, entstehen bei der Verarbeitung keine umweltgefährdenden Emissionen. Zudem sparen die niedrigen Einbrenntemperaturen Energie ein und verkürzen die Durchlaufzeiten in den Brennöfen. „Die neue Goldfarbe ist ein umwelt- und ressourcenschonendes Präparat mit großem Potential für die Glasindustrie“, sagt Hubertus Gölitzer, Senior Vice Präsident von Heraeus Precious Colours. „Wir sind zuversichtlich, dass Heraeus mit der Glanzpaste mittelfristig ganz neue Möglichkeiten für die gesamte Dekorationsindustrie bieten wird.“

 

MAX sorgt für die richtige Ofenatmosphäre

Für qualitativ hochwertige Golddekore muss die Goldfarbe zuverlässig und in brillanter Qualität gehärtet werden. Abhängig von der Art der Farbe geschieht dies mit UV- oder Infrarot-Strahlung. Den passenden „Backofen“ zum Einbrennen der neuen Niedrigtemperatur-Farbe bietet Heraeus daher gleich mit an. Mit einem neuartigen MAX Infrarot-Ofen des Geschäftsbereichs Speziallichtquellen kann die Farbe optimal und zeitsparend getrocknet werden. Tests im Infrarot-Anwendungszentrum zeigten, dass bereits Prozesszeiten von weniger als eine Minute im MAX-Ofen ausreichend waren, um die geforderten Spezifikationen zu erfüllen. Die neuen Heraeus Öfen nutzen auf Knopfdruck verfügbare Infrarotwärmestrahlung und können exakt an den Wärmeprozess angepasst werden. In Summe sparen die effizienteren Öfen im Vergleich zu herkömmlichen Industrieöfen Platz, Zeit und Energie.

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