Forschungsfabrik für Lithium-Ionen-Batterien

Auf fast 1500 Quadratmetern entwickelt das KIT neuartige Produktionsverfahren für kostengünstigere und leistungsfähigere Lithium-Ionen-Batterien. (Foto: Martin Lober, KIT)

Auf fast 1500 Quadratmetern entwickelt das KIT neuartige
Produktionsverfahren für kostengünstigere und leistungsfähigere
Lithium-Ionen-Batterien. (Foto: Martin Lober, KIT)

KIT startet die Pilotfertigung für neuartige Lithium-Ionen-Zellen und entwickelt kostengünstigere Prozesstechnologien für den Massenmarkt

Der flächendeckende Einsatz von Lithium-Ionen-Batterien in Elektrofahrzeugen und stationären Speichern könnte der Energiewende zum Durchbruch verhelfen. Fehlende Wirtschaftlichkeit und begrenzte Leistungsfähigkeit behindern aber derzeit noch den Markteintritt. Am KIT ist deshalb nun eine „Forschungsfabrik“ für die Kleinserien-Produktion von Lithium-Ionen-Zellen angelaufen, in der neue Produktionstechnologien entwickelt werden, die den enormen Ansprüchen an Produktqualität und Wirtschaftlichkeit genügen. Weiterlesen

Nature: Molekülbewegungen in lebenden Zellen sehen

KIT-Wissenschaftler verbinden die beiden Mikroskopieverfahren STED und RICS zu einer neuen Methode / Publikation in „Nature Communications“

Beim STED-RICS-Mikroskop wird die fluoreszierende Zellmembran mit einem Lichtpunkt abgerastert und dadurch ein Bild aufgenommen. (Abbildung: P.N. Hedde/KIT)

Beim STED-RICS-Mikroskop wird die fluoreszierende Zellmembran mit einem Lichtpunkt
abgerastert und dadurch ein Bild aufgenommen. (Abbildung: P.N. Hedde/KIT)

Schnelle Bewegungen von Molekülen in lebenden Proben zu erfassen, ermöglicht die neu entwickelte STED-RICS-Mikroskopie. Forscher am Karlsruher Institut für Technologie haben die Raster-Bild-Korrelationsspektroskopie (RICS) mit der STED-Fluoreszenzmikroskopie kombiniert. Die Methode eröffnet neue Möglichkeiten in der medizinischen Forschung, etwa bei der Untersuchung der Dynamik von Zellmembranen auch bei hohen Proteinkonzentrationen. Im Fachmagazin „Nature Communications“ stellen die Forscher das Verfahren vor. (doi:10.1038/ncomms3093) Weiterlesen

Textverständnis: Ein kleiner Satz für den Menschen, ein großer Schritt für den Computer

Programme, die unsere Sprache verstehen und sinnvolle Verknüpfungen in Texten finden – daran arbeiten Saarbrücker Wissenschaftler wie Ivan Titov. Der Informatiker entwickelt derzeit ein Verfahren, mit dem Rechner erlernen sollen, sprachlich logische Zusammenhänge in Texten zu finden. So könnte es künftig zum Beispiel möglich sein, einen Computer gezielt über einen Text auszufragen. Der Rechner analysiert darauf den Inhalt und gibt dem Nutzer die richtigen Antworten. Der Software-Konzern Google hat den Saarbrücker Informatiker nun mit dem 140.000 Dollar dotierten Google Focused Research Award ausgezeichnet. Weiterlesen

Nature: elementare Physik in einem einzigen Molekül

In der Zeitschrift Nature Nanotechnology berichten Forscher, wie sie den Magnetismus eines einzelnen Moleküls über die Spannung steuern.

Zwischen zwei Metallelektroden wird das rund zwei Nanometer große Molekül über viele Tage hinweg stabil gehalten. (Bild Christian Grupe/KIT)

Zwischen zwei Metallelektroden wird das rund zwei Nanometer große Molekül über viele Tage hinweg stabil gehalten. (Bild Christian Grupe/KIT)

Einem Physiker-Team ist ein außergewöhnliches Experiment gelungen: Sie konnten nachweisen, wie Magnetismus – der sich gemeinhin als Kraftwirkung zwischen zwei magnetisierten Objekten äußert – auch innerhalb eines einzigen Moleküls wirkt. Diese für die Grundlagenforschung sehr bedeutsame Entdeckung liefert den Wissenschaftlern ein neues Werkzeug, Magnetismus als elementares Phänomen der Physik besser zu verstehen. Ihre Ergebnisse haben die Forscher nun in der Fachzeitschrift Nature Nanotechnology veröffentlicht. (doi: 10.1038/nnano.2013.133)

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Das kleinste Puzzle der Welt

Neues „LIGA2.X“-Verfahren fertigt hochpräzise Kunststoff-Mikrobauteile / Forschung mit dem Großgerät ANKA ermöglicht industriereife Spritzguss-Anwendung

Drei Puzzlestücke von je knapp einem Millimeter Größe fügen sich zum wahrscheinlich kleinsten Puzzle der Welt zusammen. Hergestellt haben es Forscher mit dem neuen Verfahren „LIGA2.X“, dass mikrostrukturierte Guss-Formen mit der Synchrotronstrahlenquelle ANKA am KIT herstellt. Damit gelingt es, kostengünstige Massenfertigung und höchste Präzision auf der Mikroskala zu vereinen, etwa für Bauteile in Uhren, Motoren oder Medizinprodukten. Winzige Spritzgussteile in großen Stückzahlen mit höchster Genauigkeit werden nun möglich. Weiterlesen

Hochreine, additivfreie, dichte SiC – Keramikwerkstoffe

G. Wötting, W. Martin, FCT Hartbearbeitungs GmbH, D-96515 Sonneberg
www.fct-keramik.de

Hintergrund der Entwicklung

Dichte, auf SiC basierende keramische Werkstoffe und daraus hergestellte Struktur- oder Konstruktions- Komponenten haben sich seit den grundlegenden Entwicklungen von Prochazka und Greskovich in den 70-iger Jahren des letzten Jahrhunderts aufgrund ihrer herausragenden Kombination von technisch interessanten Eigenschaften in weiten Bereichen der Technik etabliert. Diese technisch relevanten Eigenschaften umfassen eine hohe Festigkeit bis zu Temperaturen von 1500°C und mehr, eine hohe Härte und Verschleißbeständigkeit, eine umfassende Korrosionsbeständigkeit vom stark saueren bis in den stark basischen Bereich, eine geringe Wärmedehnung, eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit, gute tribologische Eigenschaften und üblicherweise elektrische Halbleiter-Eigenschaften (=ca. 102 – 105 O*cm). Deshalb finden derartige Komponenten vielfältigen Einsatz als Dichtringe von Gleitringdichtungen, als Gleitlager, als verschleißbeständige Komponenten in der Aufbereitungstechnik, als Konstruktionsteile von Hochtemperatur- und Chemie-Anlagen, in der Halbleiterfertigung etc.. Weiterlesen