Composites Europe: Dresdner Forscher stellen neuartigen Recycling-Demonstrator aus

Der Anteil von Recyclingmaterial liegt bei dem entwickelten ReLei-Demonstrator insgesamt bei circa 80 Prozent. Bildnachweis: Andreas Scheunert

Das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden präsentiert auf der diesjährigen Composites Europe am 06.-08.11.2018 in Stuttgart neben anderen aufregenden Exponaten einen Technologiedemonstrator, der konsequent das Thema Recycling aufgreift.

Relei-Demonstrator konsequent auf Recycling ausgerichtet

Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie haben die ILK-Wissenschaftler im FOREL-Technologieprojekt ReLei, welches 2015 vom BMBF als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet wurde, unter der Projektleitung der ElringKlinger AG ein Strukturbauteil entwickelt, bei dem schon bei der Bauteilkonzeption sowie ­‑auslegung der Einsatz von Recyclingmaterialien, wie etwa rezyklierte Kohlenstofffasern und wiederaufbereitetes Spritzgießgranulat, berücksichtigt wurde. Auch Perspektiven der stofflichen Verwertung der Demonstratorstruktur und Strategien für eine effektive Demontage waren Bestandteil des Vorhabens.

Außerdem wurde erstmals die neu entwickelte Spritzgieß-Fertigungstechnolog ie des „Schäumformens“ an einer komplexen Geometrie umgesetzt. Mit dieser Technologie können in einem One-Shot-Prozess thermoplastische Sandwichstrukturen mit faserverstärkten Decklagen hergestellt werden. Zusätzlich werden im Prozess Lasteinleitungselemente, endlosfaserverstärkte Organobleche und versteifende Verrippungen in die Struktur eingebracht.

Hybridlaufrad erzielt bessere Leistungswerte als Metallversion

Als weiteren Highlight-Demonstrator stellen die Dresdner Leichtbau-Forscher ein Radiallaufrad in modularer Faserverbund-Metall-Bauweise aus, welches in ersten Belastungsversuchen deutlich bessere Leistungswerte als ein vergleichbares Laufrad in Metallbauweise erzielte. Bereits mit dem vereinfachten Funktionsmuster konnte das Rad bei einer Drehzahl von 8250 1/min mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 436 m/s gefahren werden, ohne dass die Belastungsgrenze des Laufrades erreicht wurde. Derartige Umfangsgeschwindigkeiten sind mit metallischen Laufrädern besonders unter Medienbelastung nur schwer zu erreichen.

Belastungsangepasste Schaufel des Hybridlaufrades. Bildnachweis: TUD/ILK

Montage der Einzelelemente Bildnachweis: TUD/ILK

Schleuderprüfung bis 8250 /min. Bildnachweis: TUD/ILK

 

Interessierte Messebesucher der Composites Europe können den Stand des ILK in Halle 7, Stand E66 besuchen. Anfragen und Gesprächswünsche nehmen wir gern schon im Vorfeld entgegen.

Weitere Informationen: tu-dresden.de/ing/maschinenwesen/ilk

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