Rund zwei Monate vor dem Start nimmt das Programm der ALUMINIUM 2026 in Düsseldorf weiter Gestalt an und macht deutlich: Die Aluminiumbranche steht vor richtungsweisenden Weichenstellungen. Vom 6. bis 8. Oktober werden mehr als 800 Aussteller und Partner sowie über 21.000 Fachbesucher erwartet. Im Mittelpunkt stehen die Themen, die Unternehmen derzeit besonders bewegen: Europas Wettbewerbsfähigkeit, sichere Rohstoffversorgung, CO₂-Regulierung und die künftige Nachfrage nach Aluminium.
Die Branche steuert in einem anspruchsvollen Umfeld auf die ALUMINIUM 2026 zu. Energie- und Rohstoffsicherheit bleiben zentrale Herausforderungen, europäische Hersteller stehen unter wachsendem internationalem Wettbewerbsdruck, und neue regulatorische Rahmenbedingungen verändern die wirtschaftlichen Grundlagen von Produktion und Handel. Gleichzeitig gewinnt Aluminium durch Elektrifizierung, Energiewende und digitale Infrastruktur weiter an strategischer Bedeutung.
Genau diese Entwicklungen rückt die ALUMINIUM 2026 in den Fokus. In sechs Messehallen und auf zwei Konferenzbühnen bringt die Veranstaltung die gesamte Aluminium-Wertschöpfungskette mit politischen Entscheidungsträgern, Branchenverbänden und wichtigen Anwenderindustrien zusammen.
„Der Rahmen für die diesjährige Veranstaltung ist klar: Wettbewerbsfähigkeit, Energie, Versorgungssicherheit und Dekarbonisierung hängen heute untrennbar zusammen“, sagt Patrick Herman, Event Director der ALUMINIUM bei RX. „Sie entscheiden zunehmend darüber, wo Unternehmen investieren, wie sie beschaffen, welche Technologien sie einsetzen und wo künftiges Wachstum entsteht. Die ALUMINIUM bringt die zentralen Akteure dieser geschäftsentscheidenden Diskussion an einem Ort zusammen.“
In den Hallen 1, 3, 4, 5, 6 und 7a des Düsseldorf Messegeländes präsentieren mehr als 800 Aussteller und Partner Produkte und Lösungen aus den Bereichen Primäraluminium, Halbzeuge und veredelte Produkte, Maschinen und Verarbeitungstechnologie, Oberflächenbehandlung, Software und Recycling.
Europäische Kapazitäten und Wettbewerbsfähigkeit im Fokus
Auch das Konferenzprogramm zeigt, welche Fragen die Branche derzeit umtreiben.
Die ALUMINIUM Conference in Halle 7a, gemeinsam organisiert mit dem Veranstaltungspartner Aluminium Deutschland, widmet sich Märkten, Handel und Industriepolitik, resilienten Lieferketten sowie Entwicklungen in zentralen Aluminium-Anwenderindustrien – darunter Automobil, Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Verpackung und dem Bausektor.
Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, eröffnet die Konferenz mit einer Keynote zur Rolle von Aluminium in Europas Industrie- und Energieagenda.
Ein Schwerpunkt ist die europäische Produktion und Versorgungssicherheit. Maxime Vandersmissen, Chief Commercial Officer von Arctial, stellt Pläne für eine Primäraluminiumhütte mit einer Kapazität von 0,6 Millionen Tonnen in Finnland vor, die mit fossilfreiem Strom betrieben werden soll. Es wäre Europas erste neue Primäraluminiumhütte seit mehr als drei Jahrzehnten – zu einem Zeitpunkt, an dem mehr als 60 Prozent des europäischen Bedarfs an Primäraluminium durch Lieferungen von außerhalb der EU gedeckt werden.
Auch die Situation der nachgelagerten Industrien steht auf der Agenda. Hochrangige Vertreter von Novelis und Constellium diskutieren, ob Europas Automobilindustrie ihre Wettbewerbsfähigkeit trotz strengerer Umweltanforderungen und zunehmender internationaler Konkurrenz behaupten kann. Weitere Sessions beleuchten veränderte Anforderungen in der Verpackungs- und Bauindustrie.
Von CO₂-Regulierung bis zu veränderter Nachfrage
Auf einer separaten Bühne in Halle 6 zeigt die neue Sustainability & Recycling Conference, die in Zusammenarbeit mit CRU ausgerichtet wird, wie sich Dekarbonisierungsziele konkret auf Märkte, Geschäftsmodelle und Betriebsabläufe auswirken.
Ein zentrales Thema ist die CO₂-Regulierung. Sessions befassen sich mit der Umsetzung und dem aktuellen Stand des Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) sowie mit der künftigen Entwicklung der CO₂-Preise.
Darüber hinaus geht das Programm über strategische Zielsetzungen hinaus und widmet sich den technischen Voraussetzungen einer stärker zirkulären Aluminiumwirtschaft. Dazu zählen unter anderem Recyclinganteile und legierungsbezogenes Design für Recycling. Eine eigene Session zu Aluminium als strategischem Rohstoff beleuchtet Transparenz entlang der Wertschöpfungskette und zeigt, wie Industrien widerstandsfähiger werden können.
Auch die Nachfrageentwicklung rückt in den Fokus. Die Session „Aluminium Demand – From Energy Transition to AI“ untersucht, wie Investitionen in erneuerbare Energien und der rasante Ausbau künstlicher Intelligenz Nachfrageprofile und Lieferketten im Aluminiummarkt verändern könnten.
„Viele Diskussionen rund um Aluminium führen inzwischen auf dieselbe Kernfrage zurück: Wie kann die Branche wettbewerbsfähig bleiben und gleichzeitig Produktion, Beschaffung und Materialeinsatz grundlegend weiterentwickeln?“, so Herman. „Der besondere Wert der ALUMINIUM liegt darin, dass diese Diskussion entlang der gesamten Wertschöpfungskette geführt wird – zwischen Produzenten und Kunden, Technologieanbietern und Herstellern sowie zwischen Industrie und Politik.“
Innovation auf dem Weg in die Praxis
Der Fokus auf praktische Lösungen zeigt sich auch auf der Ausstellungsfläche. Die Sustainability & Recycling Area in den Hallen 5 und 6 bündelt Technologien und Lösungen für Kreislaufwirtschaft, Recycling und eine CO₂-ärmere Produktion.
Darüber hinaus würdigen zwei Branchenpreise besondere Leistungen und Impulse. Die erstmals verliehenen ALUMINIUM Innovation Awards, initiiert gemeinsam mit dem International Aluminium Journal, zeichnen Innovationen in den Kategorien Sustainable & Low-Carbon Manufacturing, Technology & Product Innovation sowie Smart Manufacturing, Automation & Connectivity aus. Die öffentliche Abstimmung startet im September, die Gewinner werden am 7. Oktober in Düsseldorf bekanntgegeben.
Die Women with Metal Awards kehren nach ihrer Premiere im Jahr 2024 zurück. Sie würdigen Frauen, die die Metallbranche prägen, sowie Personen und Organisationen, die sich für mehr Vielfalt und Inklusion einsetzen. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden am 6. Oktober ausgezeichnet.
Öffnungszeiten und Tickets
Die ALUMINIUM 2026 findet vom 6. bis 8. Oktober 2026 auf dem Gelände der Messe Düsseldorf statt und ist täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Drei-Tages-Tickets im Vorverkauf kosten 52 Euro statt 105 Euro vor Ort. Sie beinhalten den Zugang zu allen drei Messetagen, zu den Konferenzsessions sowie zu den Award-Sessions.
Weitere Informationen und Tickets unter www.aluminium-exhibition.com.




