Reinigungstechnologien optimal angewandt

© Fraunhofer IVV
Simulationsergebnisse für die Reinigung eines Tanks mit einem Zielstrahlreiniger.

Man kennt es aus dem Haushalt: Sperrige Küchengeräte und Maschinen sind schwer zu reinigen. In der Industrie sind komplexe Bauteile eher Standard als Ausnahme und stellen große Herausforderungen an die Auslegung der Reinigungssysteme. Eine Simulation kann dabei künftig helfen. In der Lernfabrik Industrielle Reinigungstechnologien, die Ende 2019 am Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV in Dresden eröffnet wird, können Unternehmen zudem die Kombination verschiedener Reinigungstechnologien testen. Weiterlesen

Optimierte Produktion für bessere Bauteile

Die Ingenieure des wbk wollen die Fertigung von Bauteilen optimieren, um deren Eigenschaften zu verbessern und Ressourcen einzusparen (Foto: Markus Breig, KIT)

Die Qualität von Produkten hängt maßgeblich von der Beschaffenheit ihrer Einzelteile ab: Halten die Schrauben den maximalen Belastungen stand? Ist das verwendete Material fest genug? Oft entscheidet sich schon bei der Fertigung, was ein Bauteil leisten kann. Fertigungsprozesse wie Drehen, Fräsen oder Hämmern haben großen Einfluss auf die Beschaffenheit, Funktionalität und Qualität von Schrauben oder Zahnrädern. Die Produktionstechnikerinnen und -techniker des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) erforschen neue Fertigungsverfahren, welche die Wechselwirkung zwischen Werkstoff und Werkzeug gezielt nutzen, um ressourcenschonend qualitativ bessere Bauteile herzustellen. Weiterlesen

Reversible Brennstoffzelle bricht Wirkungsgrad-Rekord

Reversible Hochtemperatur-Brennstoffzelle
Copyright: Forschungszentrum Jülich / R.-U. Limbach

Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich haben ein hochgradig effizientes Brennstoffzellen-System in Betrieb genommen, das einen elektrischen Wirkungsgrad im Wasserstoffbetrieb von über 60 Prozent erzielt. Ein so hoher Wert wurde bis jetzt von keinem anderen Forscherteam weltweit berichtet. Und die Anlage weist noch eine weitere Besonderheit auf: Die neu entwickelten reversiblen Hochtemperatur-Brennstoffzellen können nicht nur Strom erzeugen, sondern lassen sich auch für die Herstellung von Wasserstoff durch Elektrolyse nutzen. Weiterlesen

Messe-Duo in Dortmund

maintenance Dortmund  2019 – Leitmesse für industrielle Instandhaltung – und PUMPS & VALVES Dortmund 2019 – Fachmesse für industrielle Pumpen, Armaturen & Prozesse – öffnen Ihre Tore am 20. und 21. Februar 2019 in Dortmund. Über 250 Aussteller präsentieren Produkte, Lösungen und Innovationen im Bereich der Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Digitalisierung der Instandhaltungsprozesse sowie Neuigkeiten im Bereich Pumpen- und Armaturentechnik. Besucher können sich neben einem umfangreichen Rahmenprogramm und renommierten Unternehmen der Branchen auch auf viele Erstausteller freuen. Seien Sie beim einzigartigen Branchentreff dabei! Weiterlesen

Fastener Fair Stuttgart 2019 – Die 8. Internationale Fachmesse der Verbindungs- und Befestigungsbranche

Die Fastener Fair Stuttgart 2019, der weltweite Treffpunkt der Verbindungs- und Befestigungsbranche, findet vom 19. bis 21. März 2019 auf dem Messegelände in Stuttgart statt. Rund 900 Unternehmen aus 40 Ländern präsentieren dort die neuesten technologischen Entwicklungen sowie herkömmliche Systeme aus allen Bereichen des Verbindungs- und Befestigungssektors.

„Die Verbindungs- und Befestigungsbranche erwartet eine gute Entwicklung für die kommenden Jahre. Basierend auf global wachsenden Industriezweigen wie der E-Mobilität sowie der Luftfahrt- und der Bauindustrie, wird die Nachfrage an Verbindungs- und Befestigungselementen weiter ansteigen“, so Liljana Goszdziewski, Exhibition Director der Fastener Fair Stuttgart, in Namen des Veranstalters Mack Brooks Exhibitions. „Der Markt hat sich in den letzten Jahren sehr dynamisch verändert, mit neuen Technologien und Einsatzmöglichkeiten sowie verschiedensten Materialien, die zum Einsatz kommen. Auch hybride Verbindungselemente sind mittlerweile recht etabliert. Daher werden Verbindungselemente immer häufiger als flexible und hochfunktionale Lösungen eingesetzt, die auch im Leichtbau und verschiedenen anderen Bereichen Anwendung finden“, so Liljana Goszdziewski weiter. Weiterlesen

Leitmesse der Verbindungs- und Befestigungsbranche

Die Fastener Fair Stuttgart 2019, der weltweite Treffpunkt der Verbindungs- und Befestigungsbranche, findet vom 19. bis 21. März 2019 auf dem Messegelände in Stuttgart in den Hallen 1, 3 und 5 statt. Durch eine zusätzliche Vergrößerung der Ausstellungsfläche, die mit insgesamt 22.000 m2 Nettoausstellungsfläche wesentlich mehr Standfläche zur Verfügung stellt, ist die Messe laut aktuellem Stand bereits jetzt schon größer als die Vorveranstaltung im Jahr 2017. Über 97 % der verfügbaren Standfläche sind derzeit bereits ausgebucht. Weiterlesen

MoosTex: Aktive Bewässerung regelt den Feinstaub-Hunger der Mooswände

Modulare Mooswand: MoosTex-Testaufbau auf dem DITF-Gelände in Denkendorf. Foto:
DITF

Modulare Mooswände sollen in mit Feinstaub belasteten Metropolen einen nachhaltigen Beitrag zur Luftreinigung liefern: Auf dem Weg zur praktischen Umsetzung ihrer innovativen Idee im Forschungsprojekt MoosTex sind die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF), die Ed. Züblin AG, die Helix Pflanzen GmbH einen großen Schritt vorangekommen. Die drei Projektpartner haben ein System entwickelt, das das Überleben der vertikal gepflanzten Moose unter realen Witterungsbedingungen sichert und mit dem ihre biologische, Feinstaub absorbierende Aktivität gezielt gesteuert werden kann. Weiterlesen

Stärker als Gorilla-Glas

Mit Yttriumdioxid beschichtetes Zirkondioxid. Durch die unterschiedlichen thermischen Eigenschaften der beiden Materialien entsteht beim Erkalten in der Beschichtung eine hohe Druckspannung, durch die die Oberfläche des Bauteils zusammengepresst wird: Die Bildung von Rissen wird so effektiv behindert. Das Bauteil wird so stabiler und seine Oberfläche beständiger gegen Zerkratzen.
Copyright: Forschungszentrum Jülich / Hiltrud Moitroux

Sie sind härter als konventionelles Glas und außerordentlich beständig gegen Hitze und korrosive chemische Substanzen: transparente Keramiken gelten daher als vielversprechende Alternative zu glasbasierten Werkstoffen. Wie alle Keramiken sind sie jedoch sehr anfällig für Brüche. Jülicher Wissenschaftler forschen deshalb an einem innovativen Beschichtungsverfahren, das gezielt die mechanischen und optischen Eigenschaften transparenter Keramiken verbessern kann. Damit gelang es ihnen den Bruchwiderstand der Keramiken zu verdoppeln.

Durch ihre besondere Stabilität können transparente Keramiken in Bereichen genutzt werden, in denen herkömmliches Glas an seine Grenzen stößt, etwa in der Industrie als kratz- und hitzebeständige Sichtfenster in Hochtemperaturöfen. Da sie zudem für kurz- und langwellige Strahlung durchlässig sind, eignen sie sich gut für Linsen in der Ultraviolett-Lithografie oder Sensoren für Infrarot-Bildgebung. Sie sind außerdem interessant für Kameras und Smartphones – als Material für optische Linsen. Durch ihren hohen Brechungsindex sind sie in der Lage, das Licht stärker zu bündeln. Solche Linsen können dadurch dünner ausgeführt werden, wodurch sich Kamerakomponenten leichter miniaturisieren ließen. Weiterlesen

Digitaler Zwilling für Werkstoffe

© Fraunhofer IWM
Mit dem Datenraumkonzept Werkstoffinformationen jeglicher Art in digitale Netze integrieren – eine wichtige Basis für die Produktion im Rahmen der Industrie 4.0.

Sollen Produktionssysteme digital vernetzt und im laufenden Betrieb werkstoffgerecht verbessert werden, müssen dafür auch die Veränderungen der Werkstoffe gemessen, analysiert und abgebildet werden – im sogenannten »digitalen Materialzwilling«. Fraunhofer-Forscherinnen und -Forscher haben mit einem Werkstoffdatenraum die Grundlage hierfür geschaffen.

Rollt ein fertiges Bauteil vom Band, ist eine Frage von großem Interesse: Hat das Bauteil die gewünschten Eigenschaften? Denn oftmals reichen bereits kleinste Schwankungen in der Produktion, um Materialeigenschaften zu verändern und damit die Bauteilfunktionalität in Frage zu stellen. Um dies zu vermeiden, werden begleitend zur Produktion immer wieder Proben entnommen und aufs Genaueste untersucht. Ein solches Probenbauteil muss für Versuche in kleine Einzelteile zerlegt und vermessen werden – das benötigt viel Zeit. »Die Geschichte einer Probe verzweigt sich also in viele kleine Äste mit jeweils spezifischen Messergebnissen«, erläutert Dr. Christoph Schweizer, Leiter des Geschäftsfelds Werkstoffbewertung, Lebensdauerkonzepte am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Freiburg. »Expertinnen und Experten haben diese Zusammenhänge im Kopf, allerdings gab es bisher keine Möglichkeit, die resultierende, in unterschiedlichen Formaten vorliegende Datenvielfalt zusammenhängend digital abzubilden.« Weiterlesen

Daten „fühlen“ mit haptischen Displays

Um unsere Umwelt wahrzunehmen, können wir Menschen auf fünf Sinne zurückgreifen. Beim Umgang mit Technik nutzen wir aber meist Bildschirme oder Lautsprecher, die nur Gehör- und Sehsinn ansprechen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) entwickeln nun haptische Displays, die über den Tastsinn arbeiten. Das System VibrAID beispielsweise soll mit Vibrationsmustern den Umgang mit komplexen Steuersystemen erleichtern.

„Haptische Displays übertragen per Vibration oder Druck Informationen über die Haut. Das kann eine Smartwatch sein, die uns über Vibration auf eine eingehende Nachricht aufmerksam macht, oder ein Handy, das uns aus der Hosentasche heraus über Vibrationsmuster navigiert“, sagt Erik Pescara von der Forschungsgruppe Telecooperation Office (TECO) des KIT. Doch haptische Feedbackgeräte können noch viel mehr: TECO entwickelt haptische Assistenzsysteme für komplexe Steueraufgaben. Mögliche Anwendungsszenarien des Systems VibrAID finden sich beispielsweise in den Leitwarten von Kraftwerken oder Verkehrsnetzen. Dort werden oft große Mengen relevanter Daten auf Bildschirmen angezeigt. Solche Dashboard-Systeme – also grafische Benutzeroberflächen, die Informationen per Computer darstellen – sind zwar individuell konfigurierbar, dennoch kann es passieren, dass Nutzer nicht schnell genug zu den aktuell relevanten Informationen finden, um das System optimal zu steuern. Weiterlesen