Von Heizleiter bis Filter: Keramische Werkstoffe für eine effiziente und kreislauffähige Fertigung

Stacksystem mit funktionalisierter Schaumkeramik und LED-Array zur photokatalytischen Reinigung industrieller Prozesswässer.© Fraunhofer IKTS

Stacksystem mit funktionalisierter Schaumkeramik und LED-Array zur photokatalytischen Reinigung industrieller Prozesswässer. © Fraunhofer IKTS

Die Anforderungen an moderne Fertigungssysteme steigen kontinuierlich. Neben Präzision und Wirtschaftlichkeit rücken Aspekte wie Energieeffizienz, Rohstoffunabhängigkeit und Umweltverträglichkeit in den Vordergrund. Aktuelle Entwicklungen aus der Keramik- und Hartmetallforschung eröffnen neue Perspektiven: Zirkoncarbid, SiC-gebundene Diamantwerkstoffe, intelligente Hartmetalle und funktionalisierte Schaumkeramiken zeigen, wie sich Werkstoffinnovationen direkt in nachhaltige Produktionslösungen übersetzen lassen. Weiterlesen

Aquaplaning-Effekte beim Schlichten und ihre Auswirkungen auf die Oberflächenqualität

berflächenrauheiten und Normalkräfte beim Schlichten mit einer Zustellung von ae = 20 µm und einer tangentialen Vorschubgeschwindigkeit von vft = 8.000 mm/min.

berflächenrauheiten und Normalkräfte beim Schlichten mit einer Zustellung von ae = 20 µm und einer tangentialen Vorschubgeschwindigkeit von vft = 8.000 mm/min.

In der industriellen Praxis wird für die zwei Teilschritte des Schleifprozesses Schruppen (hoher Materialabtrag) und Schlichten (Einstellung der geforderten Oberflächenqualität) für gewöhnlich der identische Volumenstrom QKSS an Kühlschmierstoff genutzt. Da aber beim Schlichten nur noch ein geringer Materialabtrag ohne starke thermische Beanspruchung stattfindet, sind die für das Schruppen gewählten Volumenströme viel zu hoch. Dies hat nicht nur ökologische, sondern auch technologische Nachteile. So kann sich z.B. ein Kühlschmierstofffilm zwischen Werkstück und Schleifscheibe bilden, wodurch beim Schlichten ein reduzierter Materialabtrag stattfindet und somit die geforderte Oberflächenqualität nicht erreicht wird. Weiterlesen

Antibakterielle Silberinseln in Titan

Orthopädisches Hüft-Implantat, das zukünftig mit additiver Fertigung aus Silber-Titanlegierungen gefertigt werden könnte.

Orthopädisches Hüft-Implantat, das zukünftig mit additiver Fertigung aus Silber-Titanlegierungen gefertigt werden könnte.

In Titanimplantaten erzeugt additive Fertigung gezielt nanoskalige Silberinseln. Dank der Unmischbarkeit von Silber und Titan setzen sie lokal Silberionen frei und bieten einen integrierten antibakteriellen Schutz ohne zusätzliche Beschichtungen.

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Herstellung und Charakterisierung eines Metall-Keramik-Verbundwerkstoffs mittels Additiver Fertigung Teil 2 (Methode und Ergebnisse)

Materialien
Mittels Material Extrusion hergestellter Probekörper

Mittels Material Extrusion hergestellter Probekörper

Für die Metall-Matrix wurde ein Pulver des Edelstahls 316L mit einer Korngröße d50 = 8,6µm verwendet. Dieses wurde mit einem Aluminiumoxid-Pulver einer mittleren Korngröße d50 = 56 µm gemischt. Es wurde eine Mischung mit einem Masseverhältnis Metall / Keramik von 75:25 hergestellt. Dieses Masseverhältnis entspricht einem Volumenverhältnis von 60:40.
Für die Herstellung einer extrudierbaren Paste wurden den Pulvern Wasser, Zelluloseether und ein Extrusionshilfsmittel zugesetzt. Weiterlesen

Die zweite Schicht: Deep Learning in der Produktion

Rückblick: Vom klassischen ML zum Deep Learning
FOM Hochschule für Oekonomie & Management

FOM Hochschule für Oekonomie & Management

Im ersten Teil dieser Artikelserie stand der Einstieg in die Künstliche Intelligenz über klassische Machine-Learning-Verfahren im Fokus. Entscheidungsbäume, Random Forests oder ähnliche Modelle bieten mittelständischen Unternehmen einen pragmatischen Zugang zu datengetriebener Optimierung. Sie sind transparent, vergleichsweise leicht zu implementieren und liefern robuste Ergebnisse – solange sich das Problem klar strukturieren lässt. Doch nicht jede industrielle Fragestellung lässt sich mit festen Regeln oder wenigen Entscheidungsdimensionen abbilden. Spätestens dann, wenn visuelle Informationen ins Spiel kommen oder kontinuierliche Zielgrößen vorhergesagt werden müssen, stoßen klassische ML-Ansätze an ihre Grenzen. An dieser Stelle beginnt die nächste Schicht der KI-Zwiebel: Deep Learning. Weiterlesen

Die Kernmacherei der Zukunft

Kernschießmaschinen setzen immer noch Maßstäbe: Bis zu 2,5 Tonnen können z.B. die Kerne der LHL200_1700 auf die Waage bringen, die als Formteile für Schiffsmotoren dienen.

Kernschießmaschinen setzen immer noch Maßstäbe: Bis zu 2,5 Tonnen können z.B. die Kerne der LHL200_1700 auf die Waage bringen, die als Formteile für Schiffsmotoren dienen.

Die Kernmacherei steht vor einem Umbruch: Digitalisierung, Automatisierung und additive Fertigung verändern Prozesse und Kostenstrukturen grundlegend. Der Beitrag zeigt, wie hybride Kernmachereien neue Flexibilität schaffen und Gießereien zukunftsfähig machen. Weiterlesen

Integrierte Solarbatterien

Dr. Diana Freudendahl, Dr. Heike Brandt, Dr. Ramona Langner

Überschüssige, aus Solaranlagen gewonnene Energie wird idealerweise möglichst unmittelbar und mit wenigen Verlusten in Batterie-Systemen gespeichert. Eine kontinuierliche Bereitstellung von Strom auch in Dunkelperioden ist dadurch möglich. Typischerweise handelt es sich dabei um getrennte Systeme aus Photovoltaikmodulen und Batteriespeichern, die über eine externe Verkabelung miteinander gekoppelt sind und in ihrer Gesamtheit bisweilen auch als modulare Solar- oder Photobatterien bezeichnet werden. Solche Systeme und ihre Einzelkomponenten sind heute bereits in der Breite verfügbar und leicht hochzuskalieren. Aufgrund ihres Aufbaus weisen sie jedoch vergleichsweise große Umwandlungs- und Leitungsverluste auf, daher wird mittlerweile an integrierten Solarbatterien geforscht. Sie wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um, die dann direkt im gleichen System gespeichert werden kann. Solche Systeme sind beispielsweise für kleinere Geräte interessant, die von einer netzunabhängigen Elektrifizierung profitieren oder eine solche benötigen, wie Geräte im Kontext von Smart Citys und Smart Home, Anwendungen in den Bereichen Internet der Dinge (IoT) und Sensornetzwerken sowie für tragbare Elektronikgeräte. Außerdem könnten sie potenziell auch für eine kurzfristige Notstromversorgung sinnvoll sein. Weiterlesen

Intelligente Laser. Null Fehler. EU-Projekt OPeraTIC liefert

Im Fokus des EU-Projekts OPeraTIC steht die Entwicklung einer neuen Fertigungsplattform, die den Einsatz von Ultrakurzpulslasern zur Strukturierung in großem Maßstab fördert. Diese Plattform wird durch menschzentrierte Forschung, Prototyping und die Verbreitung der Ergebnisse durch eine zielgruppenorientierte Kommunikationsstrategie aufgebaut.

Das Steinbeis Europa Zentrum übernimmt als Projektpartner die Kommunikation und die Verwertung der Projektergebnisse. Es führt Roadmapping zur Kommerzialisierung durch, um den Marktzugang der Innovationen zu erschließen.

OPeraTIC macht Fortschritte bei der Entwicklung eines Ultrakurzpulslaser(UKP)-Systems, das die Oberflächenbehandlung schneller, intelligenter und nachhaltiger gestalten soll. Durch die Kombination von Hochleistungslasertechnologie mit Künstlicher Intelligenz (KI) und Echtzeitüberwachung stellt OPeraTIC, ein modulares Plug-and-Play-System für die 3D-Oberflächenbearbeitung in großtechnischen Industrieanwendungen bereit. Das System wird derzeit in vier Anwendungsfällen in den Bereichen Haushaltsgeräte, Beleuchtung, Luftfahrt und Automobil getestet.

Ergebnisse zeigen:

Integration für 3D-Bewegung: Ein Hochleistungs-Ultrakurzpulslaser wurde erfolgreich mit einer nicht-dispersiven optischen Faser integriert, was eine robotergestützte Handhabung ermöglicht. Zudem wurde eine dynamische Strahlformung kombiniert, um die Produktivität zu steigern.

Vielseitige Strukturierung: Die Laser-Oberflächenstrukturierung wurde auf verschiedenen Materialien – darunter Edelstahl, Aluminium und Verbundwerkstoffe – demonstriert, unter Verwendung von Direct Laser Interference Patterning (DLIP) und Direct Laser Writing (DLW).

Echtzeitüberwachung: Fortschrittliche Überwachungstools (zur Messung der Strahlführung und der resultierenden Textur) wurden für den Inline-Einsatz validiert, was eine Echtzeitkontrolle sowohl der Prozessparameter als auch der Produktqualität ermöglicht.

KI-gesteuertes Design: KI-Modelle unterstützen die Gestaltung und Optimierung von Laseroberflächenbehandlungen, wodurch die Entwicklung schneller, intelligenter und besser an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst wird.

Integration in Industrie 4.0: Sichere Kommunikationssysteme und Werkzeuge zur Anlagenmodellierung wurden entwickelt, um eine nahtlose Integration in intelligente Fertigungsumgebungen zu gewährleisten. „OPeraTIC liefert ein Systemkonzept, das den Anforderungen der Industrie entspricht: ein skalierbares, intelligentes, laserbasiertes Strukturierungssystem, das Fehler reduziert, die Effizienz steigert und sich in intelligente Fertigungsumgebungen integrieren lässt.

 

Weitere Informationen:

Marta Escoto, Steinbeis Europa Zentrum

marta.escoto@steinbeis-europa.de

operatic.eu

Innovationspartner treffen auf Kooperationsbörsen

Das Enterprise Europe Network ist weltweit das größte Technologietransfer-Netzwerk, das Unternehmen – insbesondere kleine und mittlere Unternehmen gezielt im Innovationsbereich unterstützt. Es bietet maßgeschneiderte Beratung zu Innovation, Internationalisierung und Technologietransfer. Zum Beispiel hilft es bei der Suche nach passenden Geschäftspartnern, fördert den Zugang zu neuen Märkten und erleichtert die Entwicklung und Vermarktung innovativer Produkte und Dienstleistungen. Weiterlesen

Mobiles, hochpräzises Kalibrier- und Prüfgerät

Das mobile Hochpräzisions-Kalibrier- und Prüfgerät TRANS CAL 7281 für mechanische und elektrische Größen (Urheber: burster)

Das mobile Hochpräzisions-Kalibrier- und Prüfgerät TRANS CAL 7281 für mechanische und elektrische Größen (Urheber: burster)

Für turnusmäßige Wartung bzw. Systemkalibrierung von Sensoren an Pressen und Montagelinien im Feld sind Service- und Kalibriertechniker auf hochpräzise, mobile Prüfgeräte angewiesen. Der TRANS CAL 7281 von burster, ein mobiles, praxiserprobtes Hochpräzisions-Kalibrier- und Prüfgerät für mechanische und elektrische Größen, ist das Schweizer Taschenmesser für Servicetechniker (Bild 1). Weiterlesen

interpack 2026: Wichtiger denn je

© interpack

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Die interpack 2026 zeigt sich in einer Phase tiefgreifender Veränderungen in der Processing- und Packaging-Branche als zentraler Orientierungspunkt. Vom 7. bis 13. Mai 2026 wird Düsseldorf erneut zum internationalen Treffpunkt für Fachbesucherinnen und Fachbesucher aus aller Welt. Rund 2.800 Aussteller aus mehr als 60 Ländern präsentieren ihre Lösungen auf dem vollständig belegten Messegelände in 18 Messehallen. Im Fokus stehen unter anderem Künstliche Intelligenz, Automatisierung, innovative Materialien, neue regulatorische Anforderungen sowie der Bedarf an Future Skills. Weiterlesen