Mit additiver Fertigung fallen Grenzen in der Werkzeugherstellung

Additive Fertigung sprengt Grenzen der bisherigen Werkzeugherstellung. Das trifft speziell für hochkomplexe Formen oder das konturnahe Integrieren von Kühl- bzw. Temperierkanälen zu. Das Forum Werkzeug-, Formen- und Vorrichtungsbau am 5. Juni 2018 zur Rapid.Tech + FabCon 3.D in Erfurt stellt aktuelle Entwicklungen aus Forschung und Industrie vor.

Wissenschaftler der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften berichten über ihre Resultate zur additiven Fertigung dynamisch temperierter Werkzeuge. Diese Tools tragen zu einer verbesserten Qualität von Spritzgussbauteilen bei. Am effizientesten hierfür erweisen sich mit heißer oder kalter Flüssigkeit gefüllte Kanäle, die sich direkt unter der Werkzeugoberfläche befinden. Für ihre Herstellung eignet sich besonders das selektive Laserschmelzen. Damit können ebenso hybride Werkzeuge gefertigt werden, d. h. auf klassischen Werkzeuggrundplatten oder -einsätzen lassen sich komplexe Strukturen mit konturnaher Temperierung additiv aufbauen. Weiterlesen

„Mitdenkende“ Technik – 3D Druck ermöglicht völlig neue Herangehensweisen und Einsatzgebiete

„Mitdenkende“ Technik, wie sie zunehmend in Autos, Maschinen, medizinischen Anwendungen oder den eigenen vier Wänden Einzug hält, benötigt funktionierende Datenströme. „Die Integration von Sensorik in 3D-gedruckte Elemente bietet optimale Möglichkeiten, Daten zuverlässig und schnell an Ort und Stelle zu erheben. Auf minimalem Raum kann eine hohe Funktionalität erreicht werden. Wir beginnen gerade erst, diese Potenziale zu erschließen und wollen uns in Erfurt zum aktuellen Stand der Forschung sowie der Anwendung austauschen. Dafür haben wir das bisherige Forum 3D-gedruckte Elektronik neu konzipiert und rücken das Thema Funktionalität in den Vordergrund“, erklärt Wolfgang Mildner. Der Inhaber des Technologiedienstleisters für gedruckte Elektronik MSWtech verantwortet die inhaltliche Ausrichtung des Forums 3D-gedruckte Elektronik & Funktionalität am 6. Juni 2018 zur Rapid.Tech + FabCon 3.D in der Messe Erfurt. Weiterlesen

Additive Laser-Fertigungsprozesse auf Erfolgskurs

Eine neue Ära ist angebrochen. Additive Laser-Fertigungsverfahren revolutionieren den Markt. So ist „der Markt für Lasersysteme zur additiven Fertigung in den letzten fünf Jahren im Mittel um mehr als 25 % jährlich gewachsen. Vor allem die additive Fertigung von Metallteilen war für das starke Marktwachstum ausschlaggebend“, sagt Dr. Arnold Mayer, CEO von Optech Consulting. Additive Fertigungsverfahren teilen sich in zwei Hauptbereiche: Während die komplette Bauteilefertigung über Laser-Aufbautechnik noch recht jung ist und für das starke Wachstum verantwortlich zeichnet, hat sich das Laserauftragschweißen mittels Pulver oder Draht seit Jahren etabliert. Es wird zur Durchführung von hochqualitativen Reparaturen und Modifikationen von Bauteilen aus dem Turbomaschinenbau, Werkzeug- und Formenbau und vielen weiteren Industriezweigen genutzt. Auch die LASYS 2018, die vom 5. bis 7. Juni 2018 als renommierte Messe für Laser-Materialbearbeitung ihre Tore in Stuttgart öffnen wird, rückt additive Laser-Fertigungsprozesse ins Licht der Fachöffentlichkeit. Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Produktivität stehen dabei im Vordergrund. Weiterlesen

Leichter bauen mit textilverstärkten Strukturen

Die Symbiose von Technischen Textilien und Leichtbau eröffnet in vielen Bereichen völlig neue Möglichkeiten für Produkt- und Technologieentwicklungen. Anwendungsbeispiele aus dem Fahrzeug- und Maschinenbau, dem Medizin- und Freizeitbereich sowie weiteren Branchen stellen die Internationale Messe für Technische Textilien mtex+ und die Leichtbaumesse LiMA am 29./30. Mai 2018 in Chemnitz vor. Als neues Thema präsentiert das Veranstaltungsduo „light. building – Leichtbau im Bau“. Gestaltet wird die Sonderschau vom Forschungsbereich „Leichtbau im Bauwesen“ am Institut für Strukturleichtbau der TU Chemnitz. Weiterlesen

Kognitive Sensorik in der Produktion

Im Zuge von Industrie 4.0 wird die Produktion individueller – langfristig streben Unternehmen die Losgröße Eins an. In den Firmen bedeutet Digitalisierung jedoch häufig noch: punktuelle Einzellösungen, die nur unvollständig oder gar nicht miteinander vernetzt sind. Nachfolgende Prozesse oder Vorausplanungen können nicht von den erfassten Daten profitieren. Damit sich die Prozesse verzahnen, anwendungsspezifische Daten austauschen und Abläufe optimieren lassen, entwickelt das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Nürnberg Technologien zur Identifikation, Lokalisierung und Kommunikation für kognitive Sensorik und Systeme. Auf der Hannover Messe Preview am 6. Februar und vom 23. bis 27. April 2018 auf der Hannover-Messe stellen die Forschenden entsprechende Lösungen und datengetriebene Anwendungen am Beispiel des Montageprozesses eines Motors vor (Halle 2, Stand C22). Weiterlesen

Lackierlösungen für Kunststoffoberflächen mit optimierten Eigenschaften

Auf der einen Seite steigende Ansprüche an die Oberfläche, andererseits zunehmender Kostendruck – dieser Spagat bei der Lackierung von Kunststoffoberflächen lässt sich nur durch konsequente Prozessoptimierung meistern. Lösungen dafür präsentiert die PaintExpo vom 17. bis 20. April 2018 auf dem Messegelände Karlsruhe. Das Angebot reicht von der Vorbehandlung über Applikationssysteme, Anlagen und Lacke bis zur Qualitätskontrolle, Kennzeichnung und Verpackung. Weiterlesen

Autonomer 3D-Scanner unterstützt individuelle Fertigungsprozesse

© Foto Fraunhofer IGD
Das Scansystem kann jedes beliebige Bauteil in Echtzeit vermessen – ein langwieriger Anlernprozess ist nicht erforderlich.

Die Armlehne im Oldtimer ist gebrochen? Sind momentan noch viel Glück und Durchhaltevermögen erforderlich, das passende Ersatzteil aufzutreiben, so lässt sich die Lehne im Zuge von Industrie 4.0 und der Produktion mit Losgröße eins einfach scannen und ausdrucken. Möglich macht dies ein 3D-Scanner, der erstmals autonom und in Echtzeit arbeitet. Auf der Hannover-Messe Preview am 6. Februar ist das autonome Scansystem zu sehen, ebenso wie vom 23. bis 27. April 2018 auf der Hannover Messe (Halle 6, Stand A30).

Der besondere Charme von Oldtimern liegt darin, dass sie schon lange nicht mehr gefertigt werden –auf den Straßen sind sie somit rar und etwas Besonderes. Geht jedoch etwas am Fahrzeug kaputt, wird diese Sonderstellung schnell zum Problem. Denn Ersatzteile werden naturgemäß nicht mehr produziert. Im Zuge von Industrie 4.0 soll sich das ändern: Die Produktion wandelt sich hin zur Losgröße eins, sprich zur individuellen Fertigung. Man spricht dabei auch von »Highly customized mass production«. Weiterlesen

Mensch und Roboter – Seite an Seite

Schwächen bei der Konzentration und Ausdauer – niemals! Roboter gelten seit jeher als verlässliche und unverzichtbare „Kollegen“ der Industriemitarbeiter. Sie übernehmen zunehmend das Schweißen, Biegen, Trennen, den Transfer und die Ablage von Rohren. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen werden Roboter zukünftig noch flexibler machen und den rein repetitiv arbeitenden Roboter auf Dauer ablösen.

Morgens zur Arbeit und erstmal den Fernseher einschalten. Passt auf den ersten Blick nicht wirklich. Und doch wird genau das zur Realität bei der kamerakontrollierten, vollelektrischen Fertigungszelle von Transfluid Maschinenbau. Sie ist das Herzstück des intelligenten Rohrbearbeitungssystems. Über einen Großbildschirm „flimmern“ nicht aktuelle Nachrichten, aber wertvolle Informationen zu Energieverbrauch, CPK-Wert und Stückzahl der bisher bearbeiteten Rohre. Weiterlesen

Immer mehr, immer schneller – Glasfaserkabel auf der wire 2018

Rasant steigt der Umfang digitalisierter Daten, die beispielsweise für den E-Mailverkehr, den Internethandel, das Telefonieren und Fernsehen benötigt werden. Immer mehr, immer schneller – ein Anspruch, den vor allem Glasfaserkabel erfüllen können. Die Kabelbranche muss liefern, und zwar Produktionsmaschinen, Kabelummantelungen und Messtechnik auf allerhöchstem Niveau.

Rapide ist daher auch die Entwicklung bei der Glasfaserkabelherstellung, um die benötigte Leistungsfähigkeit sicherzustellen. Eine Herausforderung, der sich beispielsweise Kurre Spezialmaschinenbau stellt. „Neben der reinen kostengünstigen Umsetzung ist es zwingend erforderlich, sich auf die immer wieder neuen spezifischen Kundenanforderungen einzulassen. Das heißt, wir wollen die produktspezifischen Anforderungen unserer Kunden verstehen, um optimale Produktionsanlagen zu konzeptionieren“, erklärt Thorsten Wilde, Leiter Vertrieb und Projektmanagement bei Kurre Spezialmaschinenbau GmbH. Mit dieser Flexibilität wolle man passende Lösungen generieren, wie sie zum Beispiel im Bereich der Elektromobilität, der Datenübertragung oder der Sensorik im Automobilbau benötigt werden. Weiterlesen

Wissensplattform für Logistiker und Supply Chain Manager

In diesem Jahr geht die CeMAT erneut mit einem exzellenten Forenprogramm an den Start. Mit bedeutenden Branchenpartnern, wie dem VDMA (Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau), der BVL (Bundesvereinigung Logistik), dem Fraunhofer IML oder dem EHI Retail Institute wird die CeMAT zeigen, welche Möglichkeiten Logistik-4.0-Konzepte bieten und welche Best-Practice-Lösungen es bereits heute gibt. „Im Zusammenspiel mit der HANNOVER MESSE schaffen wir eine einzigartige Wissensplattform für die Digitalisierung der Supply Chain. Mit so vielen Best-Practice-Lösungen und Innovationen wie nirgendwo sonst auf der Welt“, sagt Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG. Weiterlesen