Multi-Material-3D-Druck – Das richtige Material an der richtigen Stelle

Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden entwickeln im Forschungsvorhaben „MM3D – Generative Fertigung von Multi-Material-Leichtbaustrukturen und -Werkzeugsystemen“ gemeinsam mit sächsischen Unternehmen neuartige 3D-Druck-Verfahren für optimale Kombinationen unterschiedlicher Materialien.

Hochleistungs-Faserverbundwerkstoffe besitzen ein großes Leichtbaupotential und ermöglichen neuartige Bauweisen für ressourcenschonende Hightech-Produkte. Die intelligente Kombination solcher Faserverbunde mit klassischen Konstruktionswerkstoffen wie Metallen – das sogenannte Multi-Material-Design (MMD) – führt zur deutlichen Erweiterung des Anwendungsspektrums infolge der zielgerichteten Ausnutzung werkstoffspezifischer Vorteile. Das große Potential lässt sich jedoch nur dann wirtschaftlich nutzen, wenn geeignete effiziente  Fertigungstechnologien für unterschiedliche Produktionsmengen zur Verfügung stehen. Weiterlesen

Dehnungsmessung – schnell und vielseitig wie nie

© Foto Fraunhofer IPM / Frauhofer IWM
Zyklischer Ermüdungsversuch bei 1000 °C mit taktilem und optischem Dehnungssensor.

Fraunhofer IPM hat gemeinsam mit dem Fraunhofer IWM ein neues Dehnungsmesssystem entwickelt, das die Vorteile optischer und mechanischer Messverfahren vereint und die Prüfzeiten bei Belastungstests drastisch verkürzt. Dadurch wird es zum vielseitigen Werkzeug für die schnelle Werkstoffprüfung. Weiterlesen

Forscher erfassen nur mit Webkamera die Bewegungen einer Person als 3-D-Modell

Immer mehr Anwendungen erfordern es, eine Person und ihre Bewegungen als digitales 3-D-Modell in Echtzeit zu erfassen: Angefangen bei virtuellen Figuren in Computerspielen, über die Bewegungsanalyse im Sport bis hin zu Untersuchungen in der Medizin. Bisher war dies nur mit teuren Kamera-Systemen möglich. Informatiker des Max-Planck-Instituts für Informatik haben nun ein System entwickelt, das lediglich eine Web-Kamera voraussetzt. Es kann sogar die 3D-Pose aus einem vorab aufgenommenen Video berechnen, das beispielsweise von der Online-Plattform YouTube stammt. Damit sind völlig neue Anwendungen möglich, unter anderem auch die Bewegungsanalyse per Smartphone. Weiterlesen

Zukunft seit 1967 – 50. Firmenjubiläum der Polytec GmbH

Polytec in Waldbronn bei Karlsruhe

Im Rahmen eines feierlichen Festaktes beging Polytec am 6. Juli 2017 sein 50jähriges Firmen-Jubiläum. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Forschung würdigten den Erfolg des Unternehmens und blickten zurück auf ein halbes Jahrhundert Unternehmensgeschichte. Im Anschluss hatten die geladenen Gäste im Rahmen einer Hausmesse die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und erhielten Einblicke in die Fertigung des Unternehmens. Highlight war der Besuch des RoboVib Test-Centers®, in dem das Schwingverhalten kompletter Fahrzeugkarosserien untersucht werden kann. Weiterlesen

Handlungsbedarf in der Stahlbeschaffung

In Stahl-verarbeitenden Industrien werden Spot-Bedarfe meistens per E-Mail oder Telefon, manchmal auch noch per Fax beschafft. In der Praxis stellen viele Beschaffende zunächst 3-4 Anfragen bei den ihnen bekannten Stahlanbietern, bevor ein Auftrag platziert wird. Auf Prozesspotenziale im Rahmen einer Digitalisierung angesprochen, wird häufig kein Handlungsbedarf in der Stahlbeschaffung gesehen. Vielmehr wird der bestehende Prozess als schnell und der persönliche Kontakt als Erfolgsfaktor gesehen.

Diese Einschätzung erweist sich bei genauerer Betrachtung jedoch als kurzsichtig, denn: Weiterlesen

Keramische Heizelemente

G. Wötting, M. Knoch, W. Martin, F. Reißmann

Kurzfassung

Es werden SiC- basierende, intrinsisch heizende Elemente vorgestellt, bestehend aus einer Kombination von dichten SiC-Varianten mit hohem und geringem spezifischen elektrischen Widerstand. Aufgrund der sehr ähnlichen Zusammensetzung und Sintercharakteristik dieser Varianten sind diese Elemente druckunterstützt aber auch im Ko-Sinterprozess als Verbund (vor-) gesinterter Teile relativ kostengünstig herstellbar. Die Möglichkeit des Sinterns erweitert das herstellbare Formenspektrum gegenüber bislang verfügbaren keramischen Heizelementen und eröffnet eine Vielzahl neuer, innovativer Anwendungen. Weiterlesen

Holographische Messtechnik im Produktionstakt

© Foto Fraunhofer
Das System kann zentimetergroße raue Objekte in Sekundenbruchteilen mikrometergenau erfassen – auch unter Störeinflüssen wie Erschütterungen.

Die Fehlertoleranz in der Automobilproduktion wird zusehends kleiner. Zulieferer stellte das bislang vor ein Problem: Es mangelt an Methoden, Mikrodefekte in der laufenden Fertigung zu erkennen. Bisher ist Sichtkontrolle das Mittel der Wahl, das jedoch für die linienintegrierte Messungen während der Herstellung ungeeignet ist. Mit der Entwicklung der produktionstauglichen digitalen Holographie beenden Forscher des Fraunhofer-Instituts für Physikalische Messtechnik IPM in Freiburg dieses Dilemma. Die digitale Holographie ermöglicht die vollflächige Prüfung aller Teile – und das im Sekundentakt. Weiterlesen

Abwasser effektiv reinigen

© Foto Fraunhofer IKTS
Keramik-Membranen des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS.

Wasser ist lebenswichtig – Abwässer müssen daher möglichst effizient gereinigt werden. Möglich machen das keramische Membranen. Forscher vom Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS in Hermsdorf konnten die Trenngrenze dieser Membranen nun deutlich herabsetzen und erstmals auch gelöste organische Moleküle mit einer Molaren Masse von nur 200 Dalton zuverlässig abfiltrieren. So lassen sich selbst Industrie-Abwässer effizient reinigen. Weiterlesen

Bauteil-Rückverfolgung per »Fingerabdruck«

© Foto Fraunhofer IPM Das Fraunhofer IPM hat mit »Track & Trace Fingerprint« ein markerfreies System zur Rückverfolgung von Massenbauteilen entwickelt.

Stark vernetzte Fertigungsketten, Kostenfragen und technische Umsetzbarkeit erschweren in der Massenproduktion die Rückverfolgung einzelner Komponenten. Für die Produktions- und Prozessoptimierung sind effiziente »Track & Trace«-Lösungen jedoch eine wichtige Voraussetzung – vor allem im Kontext von Industrie 4.0. Das Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM in Freiburg hat daher mit »Track & Trace Fingerprint« ein markerfreies System zur Rückverfolgung von Massenbauteilen entwickelt. Weiterlesen

POWTECH 2017: Digital, modular, automatisiert gewartet – die Chemie-Anlage der Zukunft

Auf der POWTECH 2017 vom 26. bis 28. September in Nürnberg diskutieren Experten und Anwender aus aller Welt über Innovationen für Prozessindustrien. Rund 900 Aussteller präsentieren ihre neuesten Entwicklungen zu mechanischen Verfahren und prozessbegleitenden Technologien wie der Messung, Analyse, Steuerung und Automatisierung. Produzenten und Anlagenbetreiber der Chemischen Industrie finden hier die konkreten technischen Lösungen für die heißen Fragen der Branche. Dazu gehört, wie sich im Zuge der Digitalisierung sowohl Produktionsqualität, Flexibilität als auch Ressourceneffizienz in der Chemieproduktion weiter steigern lassen. Neue Denkanstöße zu diesem und weiteren Themen liefert auch das begleitende Vortragsprogramm im POWTECH Expertenforum. Weiterlesen