Architectured Materials

Dr. Ramona Langner, Stefan Reschke, Dr. Diana Freudendahl

Unter Architectured Materials (AM) versteht man ein Konzept der Werkstoffentwicklung, welches darauf abzielt, eine Brücke zwischen werkstoffwissenschaftlichen Prinzipien auf der einen und ingenieurwissenschaftlichen Herangehensweisen auf anderen Seite zu schlagen. Letztere haben üblicherweise die Optimierung von Form und Funktion eines Werkstücks mit Blick auf spezifische Anwendungen zum Ziel – basierend auf vorhandenen Werkstoffen. Dagegen beschäftigen sich Werkstoffwissenschaftler typischerweise mit der schrittweisen Verbesserung von Werkstoffeigenschaften, z.B. durch eine Veränderung von deren Chemismus, aber nicht notwendigerweise auf eine bestimmte Funktionalität hin optimiert. In der Entwicklung von AM werden beide Herangehensweisen verbunden. Ausgehend von einer gewünschten Funktionalität werden die strukturellen Merkmale eines Werkstoffs manipuliert, um diesen auf eine gewünschte Anwendung hin zuzuschneiden. Weiterlesen

In-Mould-Metal-Spraying – Neuer Verfahrensansatz zur Metallisierung von Kunststoffbauteilen

1.1 Einleitung

Die Elektroindustrie zählt mit einem globalen Marktvolumen von geschätzt 3.703 Mrd. Euro im Jahr 2013 zu den weltweit größten Wirtschaftsbranchen [NN14]. Immer komplexer werdende Anwendungen und ein hoher Druck zur Integration zusätzlicher Funktionen in die Baugruppen bestimmen die Entwicklung. Um die umschlossene Elektronik vor elektromagnetischer Störstrahlung zu schützen (EMV-Schutz), muss die umgebende Einhausung selbst elektrisch leitfähig sein, beispielsweise ein Gehäuse aus Metalldruckguss. Oft reicht jedoch eine dünne Metallschicht auf dem Gehäuse aus, um die elektromagnetische Verträglichkeit zu gewährleisten. Die gezielte Kombination von Kunststoffen und Metallen ermöglicht eine anwendungsgerechte Nutzung beider Werkstoffe. Bestehende Verfahren zur Metallisierung von Kunststoffbauteilen wie die Laser-Direktstrukturierung (LDS) oder das Um- und Hinterspritzen metallischer Folien (In-Mould-Labeling) ist mit zusätzlichen Bearbeitungsschritten oder Vorprodukten verbunden, wodurch diese Prozesse zeit- und kostenintensiv sind [HAE+12, Jan08, MJ04]. Weiterlesen

Saubere Lösungen für die prozesssichere und effiziente Teile- und Oberflächenreinigung

Geht es darum, die für nachfolgende Prozesse beziehungsweise reibungslose Funktion von Produkten erforderliche Sauberkeit qualitätsstabil und wirtschaftlich zu erzielen, spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle. Dies reicht von der Auswahl der richtigen Reinigungschemie über Verfahrens- und Anlagentechnik sowie die Medienaufbereitung und Reinigungsbehältnisse bis hin zu Entnahmeumgebung, Korrosionsschutz und Verpackung. „Ob Vor-, Zwischen-, End- oder Funktionsflächenreinigung – jede Reinigungsaufgabe stellt andere Anforderungen. „Die diesjährige parts2clean bietet für die prozesssichere und effiziente Teile- und Oberflächenreinigung ein Angebot, wie es so konzentriert und umfassend sonst wohl nirgendwo zu finden ist“, erklärt Olaf Daebler, Geschäftsleiter der parts2clean bei der Deutschen Messe AG. Weiterlesen

Werkzeuge für den Trinkwasserschutz

Online-Überwachung von Trinkwasserleitungen: Der biologische Breitbandsensor AquaBioTox reagiert unmittelbar auf Gefahrstoffe im Wasser.

Online-Überwachung von Trinkwasserleitungen: Der biologische Breitbandsensor AquaBioTox reagiert unmittelbar auf Gefahrstoffe im Wasser.

An die Qualität des Trinkwassers stellen wir hohe Anforderungen: Würden Krankheitserreger und Giftstoffe ins Leitungsnetz gelangen, könnten sie rasch viele Menschen infizieren und schädigen. Daher muss dieses Risiko gering gehalten werden. Experten haben Technologien für ein umfassendes Monitoring, Frühwarn- und Notfallmanagement-System entwickelt. Weiterlesen