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Flüchtlinge und Migranten werden in die Kunststoff-Industrie integriert

Am 17. Mai 2016 startet im Lüdenscheider Kunststoff-Institut eine insgesamt 16-wöchige Ausbildungsmaßnahme, die sowohl sprachliches, als auch Kunststoff-Fachwissen an Flüchtlinge und Migranten vermittelt.

Die Integration der in den letzten Monaten zu uns geflüchteten Menschen ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Der Qualifizierung der Neuankömmlinge für ihre Einbettung in den Arbeitsmarkt kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, da hiermit einerseits grundlegenden Bedürfnissen nach sozialer Einbindung in unsere Gesellschaft Rechnung getragen wird, andererseits auch die mit dem Thema verbundenen wirtschaftlichen Aspekte ein rasches, entschiedenes Handeln nötig machen.

Die Randbedingungen für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt sind gerade in unserer Region besonders günstig: Der demografische Wandel bewirkt ein massives Konkurrieren der Unternehmen um die immer weiter sinkenden Zahlen qualifizierter Arbeitskräfte. Da eine Besserung dieser Lage nicht abzusehen ist, müssen wir gemeinsam versuchen, den Personalbedarf der lokalen Unternehmerschaft zu befriedigen. Was liegt näher, als diese Aufgaben sinnvoll miteinander zu verbinden?

Außerdem gelingt erfolgreiche Integration nur, indem Menschen ausgebildet und mit einer sinnvollen Beschäftigung bedacht werden, so Torsten Urban, Bereichsleiter Aus- und Weiterbildung am Kunststoff-Institut Lüdenscheid

Das Polymer Training Centre des Kunststoff-Instituts Lüdenscheid stellt sich diesem Auftrag in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, dem Jobcenter MK und den ESO Sprachschulen in Form einer Qualifikationsmaßnahme von Flüchtlingen. In einem Pilotprojekt werden ab Mitte Mai 17 Asylbewerber im Rahmen einer 16-wöchigen sprachlichen, theoretischen und praktischen Qualifizierungsmaßnahme die Grundlagen der Kunststoffverarbeitung vermittelt.

Das Ausbildungslevel soll die Teilnehmer in die Lage versetzen, ein Praktikum in einer ortsansässigen Firma zu absolvieren, welches sich an die Maßnahme anschließt.

Da eine allgemeine Sprachausbildung bereits vorher erfolgt ist (Kompetenzniveau A2 oder B1), wird der Schwerpunkt in den ersten 8 Wochen auf die Vermittlung der „Kunststoff-Fachsprache“ gelegt.
Anschließend werden Trainer des Kunststoff-Instituts Lüdenscheid, unterstützt von einem Integrationsbegleiter, auf diesen Block aufbauen und den Kandidaten in weiteren 8 Wochen die Basics der Werkstoffkunde und des Spritzgießens in Theorie und Praxis beibringen.

Das eigentliche Ziel ist das Zustandekommen eines dauerhaften Arbeitsverhältnisses bzw. eines Ausbildungsvertrags. Interessierte Unternehmen haben daher die Möglichkeit, ihre potenziellen Mitarbeiter im Rahmen eines Praktikums kennenzulernen – und umgekehrt.

Auch eine Art „Speed Dating“ zum gegenseitigen Kennenlernen ist geplant.
„Die Resonanz ist ausgesprochen positiv“, freut sich Urban, „denn bereits jetzt haben einige Firmen signalisiert, Praktikumsplätze bereitzustellen.“

Weitere Informationen: www.kunststoff-institut.de/

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