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Handlungsbedarf in der Stahlbeschaffung

In Stahl-verarbeitenden Industrien werden Spot-Bedarfe meistens per E-Mail oder Telefon, manchmal auch noch per Fax beschafft. In der Praxis stellen viele Beschaffende zunächst 3-4 Anfragen bei den ihnen bekannten Stahlanbietern, bevor ein Auftrag platziert wird. Auf Prozesspotenziale im Rahmen einer Digitalisierung angesprochen, wird häufig kein Handlungsbedarf in der Stahlbeschaffung gesehen. Vielmehr wird der bestehende Prozess als schnell und der persönliche Kontakt als Erfolgsfaktor gesehen.

Diese Einschätzung erweist sich bei genauerer Betrachtung jedoch als kurzsichtig, denn:

a. Bei wiederkehrenden Bedarfen ist eine (immer wieder erneute) Erfassung von Produktspezifikationen in Form eine   E-Mail vergleichsweise ineffizient

b. Rückfragen seitens des Anbieters bei offenen Klärungsbedarf (z.B. bei Anarbeitung) werden vom Beschaffenden nicht in der Zeitkalkulation berücksichtigt

c. Persönlicher Kontakt ist grundsätzlich nur zu den Öffnungszeiten des Stahlanbieters möglich. Insbesondere für Bedarfsträger, welche die Beschaffung in einer Nebenfunktion wahrnehmen, können sich hieraus wesentliche zeitliche Restriktionen ergeben

Digitale Beschaffungsmöglichkeiten als Lösung

Was in vielen Branchen bereits Standard ist, erhält jetzt auch Einzug in der Stahlhandelsbranche: die digitale Beschaffung über Online-Lösungen. Das Startup Mapudo (www.mapudo.com) aus Düsseldorf hat sich den Beschaffungsprozess von Stahl genau angesehen und eine Plattform zur Beschaffung kleinlosiger Bedarfe entwickelt. Grundkonzept ist die Generierung von Sofort-Angeboten, welche vom Bedarfsträger 24/7, d.h. rund um die Uhr, platziert werden können. Ansatzpunkte für die Plattform-Entwicklung sind die Schwachpunkte der bisherigen (Offline-)Einkaufspraxis, welche mit einer Vielzahl von Funktionen beseitigt werden sollen. Hierzu gehören:

a. Eine effiziente Freitextsuche, mit welcher eine Bestellposition schneller gefunden und in den Warenkorb gelegt werden kann, als bei einer Erfassung per E-Mail

b. Die Nutzung von Bedarfslisten, mit welchen wiederkehrende Bedarfe mit nur wenigen Klicks erneut bestellt werden können

c. Eine vollständige Abfrage auftragsspezifischer Anforderungen, von Längs- und Gehrungsschnitten bis zu Wunschterminen oder Kranentladungen

d. Ein direkter Angebotsvergleich und die Möglichkeit, bereits mit einem Händler vereinbarte Sonderkonditionen zu hinterlegen

Nutzer können mit der Plattform somit in vielen Fällen schneller ein wettbewerbsfähiges Angebot erhalten, als mit bei einer Anfrage per E-Mail. Aktuell sind ca. 30 Anbieter mit ca. 20.000 Produkten auf der Plattform vertreten, regionaler Fokus ist derzeit Nordrhein-Westfalen, der Herzkammer der deutschen Stahlverarbeitung. Zielsetzung von Mapudo ist jedoch ein deutschlandweites Händlernetz, monatlich werden weitere Anbieter angebunden.

Über Mapudo

Mapudo bringt Händler und Käufer im Stahlhandel schnell, effizient und zuverlässig zusammen und verringert damit Transaktionskosten für beide Seiten. Bei Mapudo finden Käufer ein händlerübergreifendes Sortiment von Stahl und Zubehör. Die Produktsuche erfolgt standardisiert mit nur wenigen Klicks. Angebote liegen ohne Zeitverzug vor und können direkt beauftragt werden. Die Mapudo GmbH wurde 2014 in Düsseldorf gegründet. Zum Gründungsteam gehören Martin Ballweg, Sebastian Grethe, Marius Rosenberg, Markus Weiland und Niklas Friederichsen. Weitere Informationen: www.mapudo.de.

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