KI-Forum 2026: Kunststoffproduktion im Umbruch Praxisnahe KI-Anwendungen und lebhafter Fachaustausch in Bayreuth

Bayreuth, 02. Juli 2026 – Die Digitalisierung der Kunststoffbranche schreitet mit enormer Dynamik voran. Das diesjährige KI-Forum 2026, veranstaltet vom Kunststoff-Netzwerk Franken e.V. (KNF) bei der Neue Materialien Bayreuth GmbH, zeichnete ein eindrucksvolles und zukunftsweisendes Bild moderner Kunststoffverarbeitung. Dem Auditorium von Fach- und Führungskräften präsentierten hochkarätige Referenten konkrete Einsatzszenarien künstlicher Intelligenz – weit über gewöhnliche Chatbots hinaus.

Hohe Relevanz und intensiver Austausch auf Augenhöhe

Die Veranstaltung verdeutlichte eindrucksvoll, dass künstliche Intelligenz in den Fertigungshallen und Entwicklungsabteilungen der Kunststofftechnik angekommen ist. Das Auditorium, das sich ausnahmslos aus Praktikerinnen und Praktikern der gesamten Wertschöpfungskette zusammensetzte, folgte den Vorträgen mit außerordentlichem Interesse.

Frau Nicole Fleischmann, stellvertretende Geschäftsführerin des Kunststoff-Netzwerk Franken, moderierte die Tagung. Die große Anzahl an Rückfragen und Diskussionspunkten zeigte das außerordentliche Interesse der Teilnehmer. Tiefergehende Fachfragen wurden von den Referenten kompetent beantwortet. In den Pausen bot sich für die Teilnehmer die Gelegenheit zum wechselseitigen kennen lernen und zum Austausch.

Fachimpulse aus der Praxis: Die Referenten und ihre Themen:
Die Referenten des KI-Forums 2026 (v. l. n. r.): Kevin Schmitz, M.Sc. (Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP), Lukas Wölfel (Universität Bayreuth), Franz Spitlbauer (Ianus Simulation GmbH), Thomas Wohnke (SIMCON kunststofftechnische Software GmbH), Dominik Schätzel (Sage Deutschland), Dr. Theo Steininger (Erium GmbH), Yannik Lockner (OSPHIM GmbH). Dr. Steininger von der Erium GmbH erläuterte, wie KI genutzt wird, um traditionelle Benutzeroberflächen in der Industrie intelligent und intuitiv zu gestalten. Anstatt auf reine Chatbots zu setzen, unterstützen intelligente Interfaces Bediener direkt an Maschinensteuerungsoberflächen, reduzieren Fehlbedienungen und erleichtern komplexe Prozesse nachhaltig.

Die Referenten des KI-Forums 2026 (v. l. n. r.): Kevin Schmitz, M.Sc. (Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP), Lukas Wölfel (Universität Bayreuth), Franz Spitlbauer (Ianus Simulation GmbH), Thomas Wohnke (SIMCON kunststofftechnische Software GmbH), Dominik Schätzel (Sage Deutschland), Dr. Theo Steininger (Erium GmbH), Yannik Lockner (OSPHIM GmbH). Dr. Steininger von der Erium GmbH erläuterte, wie KI genutzt wird, um traditionelle Benutzeroberflächen in der Industrie intelligent und intuitiv zu gestalten. Anstatt auf reine Chatbots zu setzen, unterstützen intelligente Interfaces Bediener direkt an Maschinensteuerungsoberflächen, reduzieren Fehlbedienungen und erleichtern komplexe Prozesse nachhaltig.

 

Im Zentrum des Beitrages von Yannik Lockner von der OSPHIM GmbH stand die Ad-Hoc-Nutzung von Vorerfahrungen zur Prozessoptimierung beim Spritzgießen. Herr Lockner demonstrierte eindrucksvoll, wie KI-Systeme ähnlich wie erfahrene Spritzgießer denken können, um Werkzeugeinstellungen in Echtzeit anzupassen und Ausschussquoten signifikant zu senken.

Herr Schätzel von der Sage GmbH widmete sich dem Einsatz autonomer KI-Agenten in ERP-Systemen. Er verdeutlichte, wie moderne Unternehmenssteuerungen von der reinen Reaktion zur vorausschauenden Planung übergehen, wodurch Materialströme, Lieferketten und Produktionskapazitäten vorausschauend optimiert werden.

IMit dem EVIDENZ-Projekt stellte Herr Wölfel von der Universität Bayreuth eine maßgeschneiderte lokale KI-Anwendung für den industriellen Mittelstand vor. Der Kurzvortrag veranschaulichte, wie KI-Modelle datenschutzkonform und direkt vor Ort im Unternehmen eingesetzt werden können, um Fertigungsdaten effizient auszuwerten.

Franz Spitlbauer von der Ianus Simulation GmbH beleuchte das Zusammenspiel von Digitalen Zwillingstechnologien und technischer KI. Er veranschaulichte,wie strömungs- und thermodynamische Simulationen durch KI-Unterstützung um ein Vielfaches beschleunigt werden, was die Werkzeug- und Produktentwicklung grundlegend verändert.

Thomas Wohnke von der SIMCON GmbH griff das drängende Thema des Fachkräftemangels auf. Er verdeutlichte, wie KI-basierte Skalierungstools Ingenieure entlasten, Routineaufgaben in der Konstruktion automatisieren und wertvolles Know-how im Unternehmen sichern, wenn personelle Engpässe drohen.

Zum Abschluss stellte Kevin Schmitz, M.Sc. vomF raunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP aus Saarbrücken ein neues Verfahren vor wie mithilfe von künstlicher Intelligenz schwarze Kunststoffe im Recyclingprozess erkannt und sortenrein sortiert werden können. Damit wäre ein großes Problem der Recyclingwirtschaft gelöst.

Fazit und Ausblick

Das KI-Forum 2026 hat gezeigt, dass künstliche Intelligenz kein abstraktes Zukunftsthema ist, sondern ein konkreter Wettbewerbsfaktor für die Kunststoffbranche geworden ist. Das Kunststoff-Netzwerk Franken wird auch in Zukunft die aktuellen Entwicklungen der künstlichen Intelligenz in der Kunststoffbranche fokussieren und den Unternehmen näherbringen. Die Dynamik in diesem Bereich hat erst begonnen. Ansprechpartner: Hans Rausch (hans.rausch@kunststoff-netzwerk-franken.de)

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